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Kreis Freudenstadt WOL-Kennzeichen als Alternative

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Die Zulassungsstelle im Landratsamt gibt im Kreis Freudenstadt, und damit auch in Bad Rippoldsau-Schapbach, bald das Kennzeichen WOL aus. Foto: Archiv-Foto: Gräff

Kreis Freudenstadt/Wolfach - Die Auswahl bei den Kfz-Kennzeichen im Landkreis Freudenstadt wird größer. Außer FDS und HOR sind bald auch die Alt-Kennzeichen HCH für Hechingen und WOL für Wolfach möglich. Das bedeutet, dass auch die Bad-Rippoldsauer bald mit WOL unterwegs sein dürfen.

Aus zwei mach vier: Den Weg dafür ebnete der Kreistag in seiner Sitzung am Montag– nach längerer Debatte und mit knapper Mehrheit. 15 Räte stimmten für die Liberalisierung, elf dagegen, zwei enthielten sich der Stimme. Der Beschluss durfte vor allem an den Kreisrändern Freude auslösen, etwa in Betra und Bad Rippoldsau- Schapbach, wo die historisch gewachsenen Verbindungen ins Hohenzollerische und nach Wolfach bis heute gepflegt werden.

Die Änderung gehe auf den Antrag eines Bürgers zurück, erklärt die Kreisverwaltung. Außerdem habe es "mehrere telefonische Anfragen" in diese Richtung gegeben. Hintergrund: Alt-Kennzeichen wie HOR sind rechtlich seit 2012 wieder möglich. Dass WOL- und HCH-Zulassungen auch im Kreis Freudenstadt denkbar sind, gehe auf eine Rechtsänderung auf Bundesebene aus dem Jahr 2015 zurück. Demzufolge können Alt-Kennzeichen aus mehreren "Verwaltungsbezirken" erlaubt werden.

Voraussetzung ist eine Einigung der jeweiligen Landratsämter. Das ist passiert, und die Verwaltungskollegen in Balingen und Offenburg spielen mit. Sie hätten bereits "vorsorglich Kontingente" von Kennzeichen reserviert, die ausschließlich im Kreis Freudenstadt vergeben werden können. Dafür fällig wird für das Landratsamt eine einmalige Gebühr von 5000 Euro und 60 Euro monatlich für die Verwaltung der Kennzeichen.

Für die Kreisverwaltung ist das Thema keine heilige Kuh, sondern nach der HOR-Einführung nur eine Frage der Gleichbehandlung. "Über den Sinn kann man sich sicher streiten. Aber der Landkreis wird sicher weiter bestehen", so Landrat Klaus Michael Rückert. Es gebe sicher wichtigere Fragen. Aber ein Problem sei es auch nicht. Kurt Kirschenmann (SPD) sah das anders: "Nicht alles, was geht, ist auch sinnvoll. Das ist mir zu teuer." Früher seien Fahrzeuge mit Berliner Kennzeichen hierzulande sofort kontrolliert worden. Die Liberalisierung der Kennzeichen erschwere der Polizei die Arbeit.

Volker Mäntele vom Polizeirevier Wolfach sieht das auf Anfrage des Schwabo nicht so tragisch: "Einen Mehraufwand kann ich nicht erkennen", sagt er. Seit zwei Jahren können die Autokennzeichen infolge eines Umzugs mitgenommen werden. Würde sich ein Hamburger in Wolfach Am Kastaniendobel niederlassen, dann kann er ganz legal mit HH-Kennzeichen herumfahren. "Für die Polizei ist auf den ersten Blick nicht erkennbar, woher der Fahrer wirklich kommt", so Mäntele. Aber durch das Nachsehen in internen Datenbanken sei dies alles nachvollziehar, daher kann Mäntele die Sorge des Freudenstädter Kreisrats nicht teilen.

Bärbel Altendorf-Jehle (Frauenliste) sagte in der Sitzung am Montag, sie verstehe die Aufregung nicht, es gebe wichtigere Dinge. Die Kennzeichen-Landschaft werde nun eben vielfältiger und sei ohnehin längst Praxis: Wer aus einem anderen Kreis herzieht, muss sein Fahrzeug nicht mehr ummelden, sondern darf sein altes Schild behalten. Außerdem seien in der Region ohnehin viele Firmenwagen mit kreisfremden Zulassungen unterwegs. Für Ernst Wolf (FDP) sei der "Sündenfall" bereits die Wiedereinführung von HOR gewesen. Nach kurzer Überlegung fand er Gefallen an WOL: Dann werde er alle Autos seiner Firma ummelden. Rückert warnte, er wisse nicht, ob der Zwischenbuchstabe ein "F" sein werde. Damit hatte er Recht, geblockt ist nur die Reihe bis "E" (Info). Das Beispiel zeigt die Grenzen auf: Wunsch-Kennzeichen sind nur eingeschränkt möglich. Die mittlere Buchstabenfolge ist vorgegeben durch das Kontingent und so beim Kraftfahrt-Bundesamt hinterlegt. Eine Wahl ist bei den Zahlen möglich. Dafür fallen keine Sondergebühren an. Rückert versicherte: "Auch an den HOR-Kennzeichen haben wir nichts verdient. Sie laufen nicht als Wunsch-Kennzeichen.

 
 

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Melanie Steitz

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