Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Kreis Freudenstadt ÖPNV: Kreis will die Mobilitätswende

Von
In Sachen ÖPNV plant der Kreis den großen Wurf. (Symbolbild) Foto: Woitas

Kreis Freudenstadt - Die Zeit erscheint reif, und der Landkreis will die Chance nutzen: Er plant den großen Wurf für einen modernen und integrierten öffentlichen Nahverkehr.

Den dafür notwendigen Grundsatzbeschluss erhielt die Verwaltung um Landrat Klaus Michael Rückert am Montag vom Kreistag. Stufenweise soll das Angebot auf- und ausgebaut werden, hin zum Stundentakt, besserer überregionaler Anbindung, Angebots-Apps fürs Smartphone und Teilauto- oder Mitfahrangebote.

Konzept soll schrittweise umgesetzt werden

Das große Konzept soll schrittweise umgesetzt werden. Rückenwind spürt der Kreis durch die große Bürgerumfrage jüngst. Auch sonst stehen für Rückert die Signale beim ÖPNV auf grün: Klimaschutzdebatte, Mobilitätswende und die Planungen des Landes, für den Nationalpark Schwarzwald Regiobuslinien Richtung Baden-Baden und Achern zu schaffen und die neue ÖPNV-Förderpraxis des Landes als Anreiz sind weitere Gründe für Rückert, Gas zu geben. Der ländliche Raum werde wieder attraktiver für Menschen. Entscheidend für den Erfolg seien unter anderem Mobilität, medizinische Versorgung und eine gute digitale Infrastruktur. "Wir sind an allen Themen dran", so Rückert.

Starten will der Kreis beim Freizeitverkehr. Hier können die Planer besser testen, was angenommen wird. Außerdem sahen hier die Teilnehmer der Umfrage den größten Bedarf. Der Ausbau kostet: Rund 300.000 Euro gibt der Kreis pro Jahr alleine für den ÖPNV-Freizeitverkehr aus. Bis 2022 sollen zusätzliche 900.000 Euro investiert werden. Einen Teil davon finanziert das Land. Wenn 2024 die Verträge auslaufen, könne auch der Werksverkehr neu aufgestellt werden. Was das zusätzlich kostet, könne im Moment keiner sagen.

Gegenstimmen von Freien Wählern und AfD

Der Grundsatzbeschluss fiel bei großer Mehrheit. Gegenstimmen kamen von Freien Wählern und AfD für den Teilaspekt, den Busverkehr "Hin zur Schiene" auszurichten. Die Bürgermeister von Schopfloch und Waldachtal, Klaas Klassen und Annick Grassi, äußerten die Sorge, ihre Gemeinden könnten Buslinien verlieren. Das kann passieren, so der Landrat. Müsse aber nicht. "Die Details werden später geklärt", so der Landrat. Offen räumte er ein, zur Not wenig genutzte Buslinien streichen zu wollen, wenn durch Änderungen unterm Strich mehr Kunden für Busse und Bahnen gewonnen werden könnten.

Fachlich begleitet wird der Kreis von der Nahverkehrsberatung Südwest. Deren Vertreter Hartmut Jaißle sagte, das Prinzip "Hin zur Schiene" werde von anderen Kreisen bereits erfolgreich praktiziert.

Artikel bewerten
8
loading

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.