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Kreis Freudenstadt Neuer Notdienst bereitet Probleme

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Wer den augenärztlichen Notdienst benötigt, muss erhebliche Fahrstrecken in Kauf nehmen. Foto: Vennenbernd

Kreis Freudenstadt - "Ich finde das unmöglich. Die Neuorganisation des augenärztlichen Notdienstes bringt eine erhebliche Verschlechterung der Versorgung mit sich." Das sagt Augenarzt Holger Frellesen aus Horb.

Der Facharzt betont: "Am Montag hatte ich viele Patienten in der Praxis. Die haben ihre Beschwerden verschleppt. Denn sie hatten versucht, den augenärztlichen Notdienst zu erreichen. Dort hieß es bei der zentralen Hotline, dass sie nach Rastatt fahren sollten." Und Rastatt – das ist laut Google Maps 84,3 Kilometer von Horb entfernt. Die Fahrzeit wird mit einer Stunde und 29 Minuten angeben.

Was ist da los? Frellesen: "Die kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg hat zum 1. Oktober den augenärztlichen Notdienst neu geregelt." Das Prinzip ist ähnlich wie beim hausärztlichen Notdienst, der aus Horb abgezogen wurde.

Seit Monatsanfang gibt es einen zentralen Anlaufpunkt. Doch anders als beim hausärztlichen Notdienst, bei dem die nächsten Anlaufpunkte in Freudenstadt, Nagold oder Oberndorf sind, ist der augenärztliche Notdienstbezirk viel größer. Frellesen: "Nach der neuen Notdienst-Einteilung haben die Augenärzte vor Ort am Samstag, Sonn- und an Feiertagen nur noch eine Kernsprechstunde von 10 bis 12 Uhr." Danach wird auf dem Anrufbeantworter eine zentrale Nummer aktiviert. Und wenn die Patienten dort anrufen, wird ihnen angeboten, dass sie beispielsweise von Horb nach Rastatt zum diensthabenden zentralen Augen-Notarzt fahren sollen.

Vor der Neuerung wurden die Anrufe der Patienten an den nächstliegenden Augenarzt im Kreis weitergeleitet. Dieser hatte zwischen drei und vier Mal im Jahr Notdienst und hat die Patienten gleich behandelt. Wer sich jetzt überlegt, statt nach Rastatt oder nach Karlsruhe gleich in die Augenklinik nach Tübingen zu fahren, dürfte es auch nicht besser haben. Frellesen: "Dort ist lediglich ein Assistenzarzt im Dienst und ein Hintergrunddienst. Im schlimmsten Fall heißt das: Die Notaufnahme ist voll, der Patient muss eventuell mit sechs bis acht Stunden Wartezeit rechnen, bis er dran ist."

Und laut Frellesen könnten diese Neuerungen bei der augenärztlichen Notdienstversorgung einige Patienten betreffen. Er sagt: "Zwischen Freitag und Sonntagabend waren bei mir im Durchschnitt gut 50 Patienten."

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