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Kreis Freudenstadt Nach Wahl: CDU sieht Arbeit bestätigt

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Im Landratsamt Freudenstadt werden die Weichen für die Kommunalpolitik im Kreis gestellt. Foto: Breitenreuter

Kreis Freudenstadt - Bis auf die Grünen sind alle ganz zufrieden. Selbst bei der FDP, die als einzige der bisher etablierten Fraktionen im Kreistag mit 4,9 Prozent deutlich Stimmen verloren hat, gibt es keine große Katerstimmung. Die Fraktionen äußerten sich gestern auf Nachfrage unserer Zeitung zum Ergebnis der Kreistagswahlen.

CDU: Stellvertretender Fraktionsvorsitzender Armin Jöchle betonte: "Das Ergebnis zeigt, dass wir mit unserer Kreispolitik nicht falsch liegen, auch wenn aus Horber Sicht in Sachen Gesundheitspolitik manches negativ erschien". Es sei mit einem Stimmengewinn von 0,9 Prozent gelungen, die Wähler zu halten. Von den neuen Kreistagsmitgliedern Adolf Rolf Megnin (Freudenstadt), Bürgermeister Michael Ruf (Baiersbronn) Hans-Dieter Rehm aus Alpirsbach und Bürgermeister Bernhard Haas aus Dornstetten erhofft sich Jöchle neue Impulse. In Sachen Nationalpark hält Jöchle Michael Ruf für einen kompetenten Mann, denn der Nationalpark und der Tourismus würden auch den Landkreis tangieren. In Zukunft wird es bei der CDU wohl einen neuen Fraktionsvorsitzenden geben. Wie Armin Jöchle betonte, möchte Heinz Hornberger dieses Amt abgeben. Die Bisherigen Stellvertreter Julian Osswald und Armin Jöchle selbst werden als Nachfolger gehandelt.

Freie Wählervereinigung (FWV): Fraktionsvorsitzender Klaas Klaassen: "Wir sind froh und freuen uns über das schöne Ergebnis." Mit 1,4 Prozent Gewinn kann die FWV den größten Stimmenzuwachs unter den bisher im Kreistag vertretenen Fraktionen verbuchen. Vier Direktmandate im Wahlkreis V (Dornstetten) sei schon ein echter Vertrauensbeweis, betonte Klaassen. "Wir stehen zu unseren Inhalten, nämlich die Themen mit gesundem Menschenversztand anzugehen", hob der Fraktionschef hervor. Bemerkbar mache sich dennoch die Reduzierung der Sitzzahl des Kreistags auf 36. So habe die FWV nur noch elf statt bisher zwölf Sitze, obwohl sie mehr Stimmen geholt habe. Mit Christoph Enderle aus Loßburg hat die FWV einen weiteren Bürgermeister in ihren Reihen.

SPD: Sehr zufrieden zeigte sich gestern Reiner Ullrich, Fraktionschef der SPD. Seine Fraktion habe das Ziel dritte Kraft im Kreistag mit deutlichem Abstand zur FDP zu werden geschafft. Dies entspreche, so Ullrich, auch der politischen Rolle, die die SPD in der Kreispolitik spiele. Etwas traurig stimmt den Alpirsbacher Bürgermeister, dass es nur noch fünf SPD-Kreisräte sind. "Ein sechster hätte die Bedeutung noch unterstrichen", meinte er. Mit dem neuen Kreisrat Jan Zeitler aus Horb hat Ullrich nun einen zweiten Bürgermeister an seiner Seite. Dass Horb in der SPD-Fraktion vertreten ist, sei überaus wichtig, so Ullrich.

FDP: Der bisherige Fraktionsvorsitzende Daniel Wochner, der nicht mehr in den Kreistag gewählt wurde, sieht das Abschneiden seiner Partei, die im Kreistag zwei Sitze verloren hat, mit Humor und von der positiven Seite. "Landesweit gesehen haben wird mit 10,5 Prozent das beste Ergebnis." Freilich gibt er zu, dass die FDP gerne mehr gehabt hätte. Doch es sei klar, dass sich die Partei in einer schwierigen Situation befinde. Das sei 1999 auch so gewesen. Seinerzeit sei man nur mit drei Sitzen in den Kreistag eingezogen. Wochner sieht auch die Neueinteilung der Wahlkreise, bei der Glatten aus dem Wahlkreis Alpirsbach zum Wahlkreis Dornstetten kam, als Nachteil. Dadurch sei dem Wahlkreis Horb ein Sitz verloren gegangen, meint er. Außerdem profitierten eher Splitterparteien vom neuen Auszählverfahren nach den Mathematikern Sainte-Lague/Schepers. Was den Fraktionsvorsitz bei der FDP betrifft, so ist sich Wochner sicher, dass dieser zwischen den Kreisräten Ernst Wolf und Margarete Rebholz ausgemacht wird.

Bündnis 90/Die Grünen: Fraktionsvorsitzender Ludwig Wäckers ist enttäuscht über das Abschneiden seiner Partei, die ein Prozent und damit einen Sitz verloren hat. Er ist traurig, dass gerade die Frauenliste die Grünen Stimmen gekostet habe. Schließlich seien es die Grünen gewesen, die bereits vor Jahren ein Frauenhaus gefordert und auch die Frauenhilfe bei ihren Anliegen im Kreistag unterstützt hätten. "Es wäre besser gewesen, wenn die großen Fraktionen etwas geblutet hätten", meint Wäckers. Doch die Arbeit gehe weiter, wie gehabt mit den Schwerpunkten Umwelt, Soziales und Gesundheitswesen.

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