Landrat Andreas Junt kämpft am Mittwoch in Berlin für eine faire Finanzierung der Krankenhäuser im ländlichen Raum.
Auf Einladung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) wird Landrat Andreas Junt am Mittwoch, 6. Mai, um 12 Uhr in einer gemeinsamen Pressekonferenz auf die dramatische Entwicklung der wirtschaftlichen Situation der Krankenhäuser im ländlichen Raum aufmerksam machen.
Gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der DKG und den Geschäftsführern des Erzgebirgsklinikums und der Alexianer-Gruppe wird die weitere Zuspitzung der prekären Lage der Krankenhaus-Träger durch den im Herbst drohenden Wegfall des Rechnungszuschlags dargestellt und die Auswirkungen der geplanten Maßnahmen im Rahmen des GKV-Sparpakets aufgezeigt, welche nach heutigem Stand die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser nochmals verschlechtern werden. Das teilt das Landratsamt Freudenstadt mit.
Dabei stehen die Landkreise als Krankenhausträger bereits heute mit dem Rücken an der Wand – rund 80 Prozent der Häuser schreiben rote Zahlen, im Jahr 2026 summierten sich die Defizite der Kliniken in Baden-Württemberg auf 880 Millionen Euro, diese würden sich bei Umsetzung der geplanten Reformmaßnahmen auf 1,7 Milliarden Euro jährlich mindestens verdoppeln, heißt es weiter.
„Wir müssen heute handeln“
Landrat Andreas Junt führt dazu aus: „Als kommunaler Krankenhausträger dürfen wir nicht warten, bis die medizinische Versorgung im ländlichen Raum noch mehr gefährdet und die kommunalen Haushalte weiter belastet werden. Wir müssen heute handeln, bevor wir morgen ein Problem in der medizinischen Versorgung haben oder die zusätzlichen finanziellen Belastungen wieder anderweitig eingespart werden müssen. Hier geht es nicht um die Interessen des Landkreises, sondern um die Interessen der Einwohnerinnen und Einwohner, denn wenn die notwendigen Mittel fehlen, wird an anderer Stelle gespart – am Ende zahlt die Kreisgesellschaft den Preis.“
Die Pressekonferenz kann auf der Seite der DKG unter https://www.dkgev.de/dkg/presse/pressekonferenz-mai-2026/ live verfolgt werden.