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Kreis Freudenstadt Initiativen wittern abgekartetes Spiel

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Kontrovers diskutiert: Mobilfunkmasten Foto: dpa

Kreis Freudenstadt - Die Bürgerinitiativen Mobilfunk im Kreis Freudenstadt sehen es wie der Biologe und Umweltexperte Ernst Ulrich von Weizsäcker: Das Vorsorgeprinzip muss auch bei hochfrequenten elektromagnetischen Strahlen wie beim Mobilfunk angewendet werden.

Die Menschen dürfen nicht weiter als Versuchskaninchen missbraucht werden, so die Initiativen in einer Pressemitteilung. Mit diesem Thema haben sich die Bürgerinitiativen des Landkreises bei einer Zusammenkunft im Gasthaus Waldgericht in Aach befasst. Dabei sei offenkundig geworden, dass die private Forschungsgruppe ICNIRP mit Sitz in München ihre 13 Mitglieder selbst aussucht. Die Initiativen beziehen sich dabei auf die Aussage der Vorsitzenden des Bundesamts für Strahlenschutz, Inge Paulini.

Das heiße, die Bundesregierung habe keinen Einfluss auf die Zusammensetzung des Gremiums, bezuschusse jedoch diesen Verein und übernehme die Forschungsergebnisse, die vor allem den Wünschen der Wirtschaft dienlich seien. Ebenso haben einige Teilnehmer die "Klimmzüge" des Bundesamts für Strahlenschutz kritisiert, das einerseits bei der Umsetzung von 5G Bedenken äußere und Warnungen ausspreche, jedoch andrerseits der Wirtschaft grünes Licht gebe.

Ein solches Verhalten lasse vermuten, dass überhaupt keine Prüfung vorgenommen worden sei. Das werde unter anderem auch daran deutlich, dass wichtige Hinweise, wie die ständig steigende Zahl von elektrosensiblen Personen oder die Wirkung bei Kindern, ignoriert würden.

Auch die Ankündigung, im Freudenstädter Campus 5G-Testfelder zu installieren, ohne das Vorsorgeprinzip zu beachten, sei gegenüber den Studenten und der angrenzen Bevölkerung "unverantwortlich". Hier würden Steuergelder zur Verfügung gestellt, um mit allen Mitteln die neue Mobilfunkgeneration durchzusetzen, statt Alternativen weiterzuentwickeln.

Positiv sei dagegen aufgenommen worden, dass die Städte Dornstetten und Alpirsbach Informationsveranstaltungen für die Mandatsträger und die Öffentlichkeit veranstaltet haben. Inwieweit sie auch die richtigen Konsequenzen daraus zögen, bleibe abzuwarten.

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