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Kreis Freudenstadt Im Radwegenetz klaffen noch Lücken

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"Es gibt Alternativen": Radfahrerin auf der Landesstraße zwischen Peterzell und dem Abzweig nach Betzweiler-Wälde. Foto: Rath

Kreis Freudenstadt - Denkt der Landkreis Freudenstadt beim Ausbau des Radwegenetzes manchmal zu statisch?

Bei der Verabschiedung des neuen Dringlichkeitsprogramms kam aus mehreren Lagern des Kreistags Kritik an der bisherigen Praxis. Der Kern: Es würden zu viele neue Projekte angemeldet, anstatt die Lücken im bestehenden Netzt zu schließen.

Vielleicht mit Umweg

Anita Frank (Frauenliste) wunderte sich, warum der Radweg zwischen Peterzell und Betzweiler in nachgelagerter Priorität drei eingestuft sei. Dort seien viele Radler unterwegs, sie seien wegen des hohen Lastverkehraufkommens gefährdet. Reinhard Geiser, Erster Landesbeamter, erklärte, es gebe eine bestehende Radwegverbindung, die "vielleicht ein weniger weiter" sei.

Die Situationsbeschreibung gelte auch für andere Stellen, hieß es aus dem Kreistag. Eine alternative Route über bestehende Feldwege zu finden, sei möglich. Wer sich jedoch nicht auskenne in Feld und Flur, brauche dazu "pfadfinderische Fähigkeiten". Landrat Klaus Michael Rückert kündigte an, das Landratsamt werde "Lösungen finden".

Grundstücksfragen offen

Ein anderes Problem schilderten Christoph Enderle (FWV), Bürgermeister von Loßburg, und Uwe Hellstern (AfD). Der Radwegbau zwischen Loßburg und Freudenstadt hänge seit zwei Jahren in der Planung, weil Grundstücksfragen offen seien. Es gehe um 200 Meter.

"Es wäre zu überlegen, ob hier ein Flurbereinigungsverfahren sinnvoll wäre", so Enderle. Mittlerweile würden schon Ortsvorsteher mit dem Regierungspräsidium verhandeln.

Hellstern sprach von Gefahrenpunkten für Radler, weil es im bestehenden Netz bisweilen Lücken von nur wenigen hundert Metern gebe. Wer nicht ortskundig sei und die Feldwege nicht kenne, weiche auf die viel befahrenen Bundes- und Landesstraßen aus.

Während Gaiser erklärte, dann seien Bund und Land für den Ausbau zuständig, sagte Kämmerer Ulrich Bischoff, dass der Kreis "schon einspringen und Verfahren beschleunigen" könne. Laut Geiser zähle der Aspekt der Verkehrssicherheit in der Prioritätenliste doppelt. Der Landrat schloss die Debatte. Der Landkreis sei "dankbar für Tipps" und werde sich die Problemstellen anschauen. Am Ende verabschiedete der Kreistag das neue Programm, das auch als Grundlage für Radweg-Bauprojekte von Bund und Land gilt.

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