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Kreis Freudenstadt Geringste Abfallmenge pro Kopf im Land

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Sauber, sauber: Die Einwohner im Kreis Freudenstadt nehmen’s offenbar genau mit der Mülltrennung. Foto: Rath

Kreis Freudenstadt - Gute Nachrichten für alle Sammler, Trenner und Kompostierer: Der Kreis Freudenstadt fabriziert pro Kopf weiterhin die geringste Abfallmenge im Land. Die Müllgebühren brauchen nächstes Jahr nicht erhöht zu werden.

40.500 Tonnen Abfall

Mit diesen Botschaften wartete Ulrich Hanfstein, Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebs (AWB) im Landratsamt, in der Sitzung des Technischen Ausschusses auf. Demnach fielen 2019 40.500 Tonnen Abfall an (minus 490 Tonnen). Mehr als die Hälfte davon laufen unter "Wertstoffen", die wiederverwendet werden. Ein weiters Viertel machten Bioabfälle auf, die verrottet und teils zur Biogasgewinnung genutzt werden. 20 Prozent, in Summe 8500 Tonnen, machten Rest- und Sperrmüll aus (plus 9,1 Prozent), die im Heizkraftwerk in Böblingen verbrannt werden.

Hälfte des Landesschnitts

Hanfstein lobte die große Bereitschaft im Kreis zur gewissenhaften Mülltrennung. Das wirke sich positiv auf die Gebühren aus. Pro Kopf produzierten die Einwohner rechnerisch 72 Kilogramm Müll – so wenig wie in keinem anderen ländlich geprägten Kreis im Land. Der Landesschnitt ist doppelt so hoch. Der zweitplatzierte Kreis Biberach fabriziert statischtisch 89 Kilo pro Nase.

Gestiegen sind im Kreis hingegen die Mengen an Schutt. Dies sei auf die rege Bautätigkeit zurückzuführen. Mit Altpapier ist für den Kreis hingegen derzeit gar kein Geschäft zu machen. Der Rohstoffpreis sei hier im Keller. Das sei ein Grund dafür, dass dieser Bereich zuletzt ein Minus einfuhr.

Noch Rücklagen da

Zwar arbeitet der AWB nach wie vor mit einem bilanziellen Minus. Trotzdem bleiben die Gebühren im kommenden Jahr stabil, kündigte Hanfstein an. Unter anderem schmelzen die Rücklagen, die aus zu viel gezahlten Müllgebühren der vergangenen Jahre aufgebaut worden waren, langsamer als geplant. Rund elf Millionen Euro setzte der AWB voriges Jahr um und machte dabei 1,6 Millionen Euro Miese.

Ineffizienter Sonderweg

Die Organisation des Abfallwirtschaftsbetriebs soll nun umgekrempelt werden. Bislang hatten die Städte und Gemeinden die undankbare Aufgabe, säumige Müllgebühren einzutreiben. Dafür erhielten sie 400.000 Euro Kostenersatz vom Kreis. Künftig soll die Gebührenveranlagung beim Landkreis gebündelt werden.

Den bisherigen Zustand hatten die externen Berater der Imaka als Sondermodell und wenig effizient bezeichnet. Deshalb soll das Personal der AWB in zwei Schritten um fünf Personalstellen aufgestockt werden, 3,5 Stellen davon schon im kommenden Jahr. Für den Gebührenzahler werde es dadurch jedoch nicht teurer, wenn dadurch Ausgleichszahlungen und Steuern entfielen. Der Ausschuss stimmte den zusätzlichen Stellen zu. Ein Mitarbieter soll sich künftig erzieherisch betätigen, damit der Kreis seinen Platz in der Müll-Landesliga verteidigt.

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