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Kreis Freudenstadt Fünf neue stationäre Blitzer geplant

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Noch in diesem Monat soll die stationäre Anlage an der Ortsdurchfahrt Schwarzenberg der B 462 aufgestellt werden. (Symbolfoto) Foto: © Fabian Faber/Fotolia.com

Kreis Freudenstadt - Achtung, Radarfalle: Der Landkreis Freudenstadt stellt in diesem Jahr voraussichtlich drei neue stationäre Blitzer auf und 2019 zwei weitere. Nicht alle Kreisräte finden’s gut.

Wo es bald Knöllchen für "Bleifüße" gibt, darüber informierte die Kreisverwaltung den Technischen Ausschuss des Kreistags am Montag. Noch in diesem Monat soll die stationäre Anlage an der Ortsdurchfahrt Schwarzenberg der B 462 aufgestellt werden. Sie sei bereits gekauft. Im Lauf des Jahres sollen Blitzer in Loßburg (Hauptstraße der B 294) und Dornstetten (Stuttgarter Straße der L 404 dazukommen.

Polizist: Feste Anlagen treffen meist die Falschen

Für 2019 sind Anlagen in Alpirsbach (Hauptstraße der B 294) und Loßburg (Oberndorfer Straße der L 408) geplant. Ob ab 2020 weitere Messanlagen kommen, werde "in engem Austausch mit den Gemeinden nach dem Kriterienkatalog geprüft", hieß es.

Der Kreis setze weiterhin auf mobile Messungen. Feste "Starkenkästen", die heutzutage technisch versierter und optisch eleganter in Säulen verpackt wind, seien lediglich "eine Ergänzung". Und teuer sind sie offenbar auch, wenngleich am Montag keine Beträge genannt werden.

SPD-Kreisrat Kurt Kirschenmann, von Beruf Polizist, hält "nicht viel" von festinstallierten Radarfallen. Damit ließen sich seiner Erfahrung nach echte Raser nicht ausbremsen. Gestraft würden lediglich ortsunkundige Fahrer und jene, die einfach mal im Tran unterwegs sind. In Loßburg machen die Blitzer in seinen Augen ohnehin wenig Sinn. Die Arburg-Werksausfahrt bremse den Verkehr ohnehin, innerorts gebe es Ampeln mit demselben Effekt. Ob hier nicht Steuergeld verpulvert werde, fragte er. Reinhard Geiser, Erster Landesbeamter, erklärte: Der Kreis stelle die Blitzer schon dort auf, wo es sich lohne.

Auch die CDU-Riege äußerte Skepsis. Nachts seien stationäre Blitzer vielleicht "eine gute Sache", so Erwin Zepf. Ansonsten habe das Rastatter Modell für ihn immer noch Charme. Dort käme ein "teilstationärer" Blitzer zum Einsatz, untergebracht in einem Anhänger. Er stehe oft das ganze Wochenende über an einer Stelle, dennoch ergäbe sich dadurch nicht der Gewöhnungseffekt für Temposünder. Außerdem wolle der Kreistag Autofahrer "ja nicht abzocken", sondern dazu bewegen, langsam zu fahren. Für Peter Kuptz, Leiter des Amts für Ordnung und Verkehr, sind auch teilstationäre Anlage nicht der Stein der Weisen. Die Anhänger sehe man auch schon von Weitem.

 
 

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