CDU-Kandidat Hans-Joachim Fuchtel legte in den Gemeinden im Kreis Freudenstadt um bis zu zehn Prozent zu. Foto: Büro Fuchtel

Bundestrend spiegelt sich im Landkreis. Liberale verlieren in Freudenstadt und Horb mehr als zehn Prozent.

Kreis Freudenstadt - Der Bundestrend bei der gestrigen Wahl spiegelt sich auch im Landkreis Freudenstadt. Die Christdemokraten legten zum Teil deutlich zu, die SPD stagnierte weitgehend, und die Liberalen gerieten in einen kräftigen Abwärtssog.

CDU-Kandidat Hans-Joachim Fuchtel konnte sein Ergebnis in Glatten um mehr als zehn auf 60,6 Prozent steigern. Mehr als zehn Prozent Zuwachs gab es für Fuchtel zudem in Freudenstadt, wo er 56,7 Prozent holte. Selbst in Alpirsbach, wo die SPD im Landkreis traditionell am stärksten ist, legte Fuchtel um über zehn Prozent zu und holte 52,2 Prozent. Zwölf Prozent Zuwachs gab es für ihn in Horb mit insgesamt 57,1 Prozent. Mehr als 13 Prozent legte Fuchtel auch in Pfalzgrafenweiler und Schopfloch zu. In Bad Rippoldsau-Schapbach, wo er im Wahlkreis direkt gewählte Kandidat 2009 im Landkreis Freudenstadt den Spitzenwert von 77,7 Prozent erzielt hatte, büßte Fuchtel hingegen 16,5 Prozent ein. In Wörnersberg, wo die CDU vor vier Jahren mit 55 Prozent das beste Zweitstimmenergebnis im Kreis erzielte, steigerte sie sich nochmals um 3,6 Prozent.

SPD-Kandidatin Saskia Esken konnte ihr Ergebnis in Alpirsbach um 0,4 auf 26,6 Prozent steigern. In Baiersbronn sank ihr Ergebnis von knapp über auf knapp unter 20 Prozent. In Freudenstadt lag ihr Ergebnis mit 22,5 Prozent leicht unter dem der vorigen Wahl. Zulegen konnte Esken bei ihrem zweiten Anlauf auf einen Sitz im Bundestag unter anderem in Horb um 0,8 auf 18,9 Prozent, in Empfingen um 1,4 auf 18,1 Prozent und in Loßburg gut ein auf 19, 5 Prozent.

Der Abwärtstrend der FDP spiegelte sich besonders deutlich in ihrer Hochburg Horb: Dort sackte sie bei den Erststimmen für Reinhard Günther auf 3,1 Prozent ab – vor vier Jahren waren es noch 14,6 Prozent. In Freudenstadt sicherten sich die Liberalen drei Prozent der Erststimmen, nur rund ein Viertel des Ergebnisses von 2009. Besonders stark war die Niederlage auch in Empfingen: Bei den Erststimmen kamen die Liberalen nur noch auf 2,6 Prozent gegenüber 16 Prozent vor vier Jahren, bei den Zweitstimmen sackte die Partei von 24,3 auf 6,5 Prozent ab.

In Glatten büßte die FDP bei den Erststimmen mehr als zehn Prozent ein und erzielte nur noch 2,9 Prozent. Die Grünen schnitten in Freudenstadt, wo sie mit zehn Prozent vor vier Jahren eines der besten Erststimmen-Ergebnisse im Landkreis geholt hatten, um 1,8 Prozent schlechter ab. In seiner Heimatgemeinde Glatten steigerte Grünen-Kandidat Dietmar Lust das Ergebnis um 0,1 auf 6,9 Prozent.

Die Linke, die vor vier Jahren in Horb mit sieben Prozent eines ihrer besten Erststimmen-Ergebnisse erzielt hatte, kam dort nur noch auf 4,6 Prozent. In Alpirsbach sicherte sich Linken-Kandidat Franz Groll 4,3 Prozent der Stimmen und holte damit 2,5 Prozent weniger, als seine Partei in der Klosterstadt vor vier Jahren bekam.