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Kreis Freudenstadt Borkenkäfer bedroht die Wälder

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Ein durch eine Lupe betrachteter Borkenkäfer. Foto: Karmann

Kreis Freudenstadt - Der Borkenkäfer bedroht die Wälder. Mit dem Nationalpark hat das wohl noch nichts zu tun – vielmehr mit dem milden Winter und dem warmen Frühlingswetter.

Die milde Witterung fördert die Massenvermehrung der Borkenkäfer. Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg (FVA) erwartet in Kürze den ersten Schwärmflug des »Buchdruckers«, der unter den Borkenkäferarten am stärksten zur Massenvermehrung neigt und im Kreis Freudenstadt am häufigsten auftritt. Besonders gefährdet sind vorgeschädigte Nadelwälder. Deshalb sieht sich das Kreisforstamt nun veranlasst, an alle Privatwaldbesitzer zu apellieren, ihre Wälder zu kontrollieren. Die guten Witterungsbedingungen im Spätsommer und Herbst des vergangenen Jahres und örtliche Vorschädigungen durch Sturm und Hagel haben dafür gesorgt, dass zu Winterbeginn der Borkenkäferbestand recht hoch war. Hinzu kam ein extrem milder Winter, der das Überleben der Käferpopulation begünstigt hat. So sitzen jetzt Tausende kleiner Tierchen in den Startlöchern. Der Käfer befällt, wenn er in Massen auftritt, nicht nur geschwächte und kranke, sondern auch gesunde Fichten. Er kann somit ganze Wälder gefährden, schreibt das Kreisforstamt in einer Pressemitteilung.

Um eine Massenvermehrung zu verhindern, empfehlen die Forstexperten den Waldbesitzern möglichst schnell alles zur Käferbrut taugliche Material im Wald zu beseitigen. Vor allem vom Wind angeschobene und beschädigte Fichten mit Kronenbrüchen sollten schnell gefällt werden. Baumgipfel sollten durch Zerkleinern, Häckseln oder Verbrennen so schnell wie möglich für die Brut untauglich gemacht werden.

Neben diesen Schadhölzern sollten die im Herbst nicht mehr aufgearbeiteten Käfernester jetzt dringend beseitigt werden. Das Kreisforstamt rät daher allen Waldbesitzern ihre Wälder dringend auf Schadholzanfälle zu kontrollieren und diese spätestens bis Ende April aufzuarbeiten und aus dem Wald zu bringen. Mindestens 500, besser 1000 Meter werden von der FVA empfohlen.
Waldbrandgefahrt steigt derzeit durch geringen Niederschlag

Einen Borkenkäferbefall erkennt man durch braunes Bohrmehl an den Wurzelanläufen der Bäume, vermehrte Spechthiebe, herabfallende Rinde und Braunfärbung der Nadeln. Die Mitarbeiter im Kreisforstamt sind bereit, die Waldbesitzer in allen Fragen der Borkenkäferbekämpfung zu unterstützen. In den Wäldern, die vom Forstamt selbst betreut werden, haben die Revierleiter derzeit selbst natürlich auch ein wachsames Auge auf die Anzeichen von Borkenkäferbfall und ergreiften die entsprechenden Maßnahmen. Wie das Kreisforstamt mitteilt, ist die Borkenkäfergefahr im Raum Horb noch größer als im westlichen Landkreis, da die Witterung dort noch ein wenig milder war und die Muschelkalkböden weniger Feuchtigkeit speichern können. Im Übrigen steigt derzeit auch die Waldbrandgefahr, weil es durch den geringen Niederschlag in den vergangenen Wochen in der Natur ziemlich trocken ist.

Weitere Informationen:

www.fva-bw.de/monitoring/index9.html

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