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Kreis Calw Waffen im Landkreis sind gesichert

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Die Lagerung von Waffen ist streng geregelt. Im Kreis Calw halten sich offenbar die Waffenbesitzer an diese Regelungen. Foto: Gentsch

Kreis Calw - Die registrierten Gewehre und Pistolen im Zuständigkeitsbereich des Calwer Landratsamtes sind sicher aufbewahrt – mittlerweile zumindest. Die untere Waffenbehörde kann das bestätigen. Denn die hat sämtliche Waffenbesitzer kontrolliert.

Der Amoklauf von Winnenden, bei dem ein 17-Jähriger 15 andere Menschen und sich selbst erschoss, sorgte im März 2009 deutschlandweit für Entsetzen – und führte in der Folge zu einer Verschärfung des Waffenrechts. Unter anderem wurde damals geregelt, dass Besitzer von Waffen mit Kontrollen zu rechnen hätten – auch, wenn kein Verdacht auf strafbares Verhalten bestehe.

Eine Aufgabe, der die untere Waffenbehörde im Calwer Landratsamt in den ersten Jahren vor allem aufgrund personeller Engpässe nur langsam nachkam. Im September 2014 hatten gerade einmal 39 Waffenbesitzer im Zuständigkeitsbereich – die Großen Kreisstädte Calw und Nagold haben eigene Waffenbehörden – einen Besuch erhalten. Erfolge konnte das Landratsamt trotzdem vorweisen. Mehr als 1000 Bürger hatten seit 2009 und bis zu diesem Zeitpunkt knapp 1800 Gewehre und Pistolen abgegeben; die Zahl der Waffenbesitzer war von 2848 auf nur noch 1797 gesunken.

Auch registrierte Waffen können straffrei abgegeben werden

Damals hatte man im Landratsamt zudem ein ehrgeiziges Ziel ins Auge gefasst: Bis Ende 2016 sollte jeder, der Pistolen oder Gewehre sein Eigen nennt, mindestens einmal kontrolliert werden.

Bei diesen Kontrollen spielte insbesondere die gesetzlich streng geregelte Aufbewahrung von Waffen und Munition eine Rolle, erklärte Anja Härtel, Pressesprecherin des Landratsamtes. So müsse "gewährleistet sein, dass diese Gegenstände nicht abhandenkommen oder Dritte sie unbefugt an sich nehmen können".

Ende des vergangenen Jahres seien die Erstkontrollen schließlich wie geplant abgeschlossen worden. Bei rund vier Prozent der Waffenbesitzer habe man dabei Verstöße festgestellt. "Dabei handelte es sich in der Regel um falsche Sicherheitsbehältnisse oder nicht registrierte Waffen", berichtete Härtel.

Die Zahl der Waffenbesitzer habe sich seit 2014 indes nochmals reduziert – auf derzeit 1561. Die Zahl der Waffen, so die Pressesprecherin, sei von einstmals 10 408 im Jahr 2009 auf mittlerweile 8497 gesunken. Dieser deutliche Rückgang erkläre sich "durch die Abgabe von Waffen zur Vernichtung (insbesondere von Erbwaffen), Wohnortwechsel sowie durch das Ableben von Waffenbesitzern", erläuterte Härtel.

Dass vor allem die Besitzer geerbter Waffen auf ihr Eigentum verzichtet hätten, sei zwei Regelungen geschuldet. So gelte seit 2008 ein Gesetz, dass geerbte Schusswaffen mit einem Blockiersystem gesichert sein müssen, falls der Erbe nicht selbst dazu berichtigt sei, jene Waffen zu führen. 2015 habe zudem das Bundesverwaltungsgericht entschieden, dass diese Regelung auch auf Waffen anzuwenden sei, die vor jenem Gesetz aus dem Jahr 2008 geerbt wurden. Der Einbau eines Blockiersystems wiederum sei natürlich mit Kosten verbunden, die viele Besitzer nicht investieren wollten, sagte die Pressesprecherin.

Insgesamt seien beim Landratsamt in den vergangenen acht Jahren 2324 Waffen zur Vernichtung abgegeben worden. Die Arbeit der unteren Waffenbehörde ist damit aber längst nicht zu Ende. So sollen bei neu hinzukommenden Waffenbesitzern Aufbewahrungskontrollen erfolgen; im Bedarfsfall gebe es unangekündigte und verdachtsunabhängige Kontrollen. Auch Wiederholungs- und Zweitkontrollen in einigen Jahren seien geplant.

Nicht zuletzt gelte übrigens weiterhin, "dass sich Waffenbesitzer darüber Gedanken machen sollten, ob sie ihre Waffen überhaupt noch benötigen", so Härtel. "Wenn dies nicht der Fall ist, können registrierte Waffen natürlich straffrei abgegeben werden."

 
 

Ihre Redaktion vor Ort Calw

Ralf Klormann

Fax: 07051 20077

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