Jochen Rumschinski (Zweiter von links) überreichte die Zertifikate an Helmut Maier (links) und Gisela Volz. Darüber freute sich auch Daniel Richter, der beim Hirsauer Unternehmen Volz den Fuhrpark betreut. Foto: Hölle

Unternehmen unterziehen ihre Fahrzeuge speziellem Check. Das ganze Jahr über wird kontrolliert.

Kreis Calw - Ab sofort ist es vorbei mit der Ferienruhe an den Bushaltestellen im Kreis Calw. Jedenfalls in der Nähe von Schulen. Zumindest die Busunternehmen sind dafür gerüstet.

Sie haben sich einem freiwilligen Check der Schulbusse gestellt. Dabei handelt es sich um eine freiwillige Sicherheitsaktion des Verbands Baden-Württembergischer Omnibusunternehmer (WBO) in Zusammenarbeit mit den dafür zuständigen Überwachungsvereinen, wie zum Beispiel TÜV und Dekra.

Auch im dritten Jahr waren die Unternehmen Volz in Hirsau und Maier in Neubulach mit dabei. Deren Fahrzeuge hat Johannes Rumschinski, der Prüfingenieur beim TÜV in Calw unter die Lupe genommen. Wie anderswo andere Prüfer tätig waren. "Alle sind sie in einem Top-Zustand", sagte Rumschinski, als er jetzt Gisela Volz und Helmut Maier für jeden Bus das entsprechende Zertifikat überreichte. Aber eigentlich war das nichts Besonderes.

Die Unternehmen unterziehen ihre Fahrzeuge das ganze Jahr über hinsichtlich der Verkehrssicherheit Kontrollen. Wenn diese drei Jahre auf der Straße sind, werden sie beispielsweise alle drei Monate untersucht. Aber vor Schuljahresbeginn gelten natürlich noch besondere Kriterien, nach denen geschaut wird.

Zum Beispiel Reversiereinrichtungen, Schließkräfte, Notbetätigungseinrichtungen, Anfahrtssperren sowie Hilfen bei den Ein- und Ausstiegen. Oder Sitze, Gurte sowie Halteeinrichtungen für Kinder, Feuerlöscher, Verbandsskaten, Warnleuchten, Notaussteige und Nothämmer in Sachen Sicherheitsausrüstung. Insgesamt 30 Punkte müssen pro Bus beim Sicherheitscheck abgehakt werden. Natürlich liegt das Augenmerk auch auf Bremsen und Licht.

"Wir achten schon als Busunternehmen darauf, dass bei unseren Fahrzeugen alles in Ordnung ist", betonte Helmut Maier. Also kann es jetzt kommenden Montag mit dem Schulbusverkehr losgehen. Dem Sicherheitsaspekt ist damit aber noch nicht Genüge getan. Gleich nach Schuljahresbeginn weisen Unternehmer wie Gisela Volz Schulanfänger in einem speziellen Training an, wie sie sich bei den Fahrten und auch davor richtig verhalten. Das hat sich ausgezahlt: Schulbusunfälle sind im Kreis Calw eher die Ausnahme.