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Kreis Calw Flüchtlinge: Kein Ende in Sicht

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Beim Projekt Hermann-Hesse-Bahn will sich Landrat Helmut Riegger nicht von gelegentlichem Störfeuer aus dem Konzept bringen lassen. Foto: Archiv

Calw - Das Jahr 2015 ist für Landrat Helmut Riegger gefühlt viel schneller vorüber gegangen als andere. Er blickt aber optimistisch in die Zukunft.

»Die Welt scheint sich immer schneller zu drehen. Eine Krise folgt auf die andere, und damit wachsen auch der Herausforderungen für uns.« Dies sagte Landrat Helmut Riegger in der letzten Kreistagssitzung dieses Jahres.

An den Beginn seines kurzen Worts zum bevorstehenden Jahreswechsel stellte er dabei ein Problem, das auch andernorts Sorgen bereitet: Die Unterbringung der vielen Flüchtlinge, für die der Kreis zuständig ist. 402 werden derzeit monatlich vom Land zugewiesen. Und, so Riegger: »Ein Ende ist nicht in Sicht.«

Der Kreis. so der Landrat, stelle sich der interhumanitären Verantwortung, Menschen in Not zu versorgen und ihnen Sicherheit zu bieten. Aber trotzdem seien die Möglichkeiten endlich. Um mehr als 5000 Flüchtlinge müsse man sich im Jahr 2016 kümmern. Neue Gemeinschaftsunterkünfte seien in Wildberg, Altensteig, Dobel, Schömberg und vielleicht auch noch in Calw geplant. »Wir werden diese Herausforderungen aktiv angehen«, so der Landrat.

Wobei natürlich nicht übersehen werden dürfe, dass es auch noch andere Herausforderungen gibt. Zum Beispiel die Hermann-Hesse-Bahn. Hier, so der Landrat, habe sich im Jahr 2015 vieles getan und es sei auch der ein oder andere Meilenstein gesetzt worden.

»Wir fahren auf verschiedenen Gleisen, um dieses Projekt voranzubringen. Und wir lassen uns auch nicht von gelegentlichen Störmanövern aus der Nachbarkreisen von unserem Vorhaben abbringen«, unterstrich Riegger. 2016 könne endlich gemeinsam mit den Anrainergemeinden der Zweckverband zur Finanzierung dieses Projektes gegründet werden. Erklärtes Ziel sei nach wie vor, dass am 1. Dezember 2018 die erste Hermann-Hesse-Bahn von Calw nach Renningen rollt.

Das Prinzip des Nichtnachlassens gelte auch für andere Großprojekte. Zum Beispiel die Zukunft der Kliniken Calw und die Absicht, die Mobilität im ländlichen Raum voranzubringen. Der Ausbau des Breitbandnetzes gehöre darüber hinaus im kommenden Jahr zu den wichtigsten Projekten. Gerade der ländliche Raum dürfe beim Anschluss an die Datenautobahn nicht abgehängt werden.

An die Kommunen appellierte Landrat Helmut Riegger in diesem Zusammenhang, dass sie Möglichkeiten, die es im Kreis Calw gibt, auch nutzen.

»Sie sehen, dass wir trotz der Flüchtlingsproblematik auch die anderen Aufgaben nicht liegenlassen«, fasste der Landrat zusammen. Er sei überzeugt davon, dass es auch im kommenden Jahr gelingen wird, die anstehenden Dinge zu meistern. Der Mut zur Entscheidung und zur positiven Entwicklung des Kreises, das sei das Signal für 2016.

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