Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Kreis Calw Endgültig: B 28 wird Landesstraße

Von
Die B 28 wird zur Landesstraße herabgestuft. Foto: Buck

Kreis Calw - Den Kampf gegen die Herabstufung der Bundesstraße 28 im Nagoldtal zur Landesstraße haben die Kommunalpolitiker im Kreis jahrelang ausgefochten. Vergebens. Jetzt meldete der Staatsanzeiger Vollzug. Zum 1. Januar hat der an Bundesstraßen ohnedies arme Kreis Calw eine weniger.

Landrat Helmut Riegger konnte im Verwaltungsausschuss seine Enttäuschung nicht verbergen. Dass diese Entscheidung eines Tages fallen würde, habe man ja kommen sehen: "Es war nicht zu verhindern." Gleichwohl hätte er erwartet, dass man "vorher informiert wird" und es nicht aus dem Staatsanzeiger erfährt.

Von den Plänen des Bundes und des Landes, die Bundesstraße von der Grenze des Regierungsbezirks Stuttgart/Tübingen bei Ergenzingen über Nagold und Altensteig bis nach Dornstetten zu einer Landesstraße zu degradieren, wusste man in der Region seit Jahren.

Kommunalpolitiker aller Couleur wollten die Abstufung indes nicht kampflos hinnehmen und richteten eindringliche Appelle sowohl an die Verkehrsministerien in Berlin und Stuttgart wie auch ans Regierungspräsidium in Karlsruhe. Vor allem die Anrainergemeinden monierten, dass eine Abstufung ein fatales Signal an die ansässige mittelständische Wirtschaft sende und die strukturelle Verkehrsproblematik im Kreis noch verschärfen würde.

Zudem sah man die neue Trägerschaft der Straße unter der Obhut des Landes kritisch, weil Baden-Württemberg seinen Verpflichtungen zum Unterhalt und Ausbau des Landesstraßennetzes ohnedies nur mit Mühe nachkomme.

Bürgermeister verwiesen gerne auf den katastrophalen Zustand der nahegelegenen L 353 zwischen Iselhausen und Haiterbach und befürchteten für die degradierte Route im Nagoldtal ein ähnliches Schicksal. Doch bei der L 353 waren die Sorgen unbegründet. Die Straße ist mittlerweile vom Land mit Millionenaufwand saniert worden.

Politisches Gewicht in Berlin hatten derweil die angeführten Gründe für die Degradierung der B  28, die der Nachbarkreis Freudenstadt lieferte. Dort sah man die Calwer Proteste kritisch, weil damit der Weiterbau der neuen B 28 im Kreis Freudenstadt verzögert werde. Dabei geht es vor allem um die Beseitigung des Bahnübergangs "Seehaus" in Grünmettstetten. Der Bund war nur bereit, die Kosten dafür zu übernehmen, wenn im Gegenzug die bisherige B 28 im Kreis Calw abgestuft wird. Mit der im Staatsanzeiger verkündeten Entscheidung hat sich dieser Interessenskonflikt nun erledigt.

Im Verwaltungsausschuss nahmen auch die anwesenden Bürgermeister der B 28-Anrainergemeinden die Straßendegradierung kommentarlos hin.

Verkehrspolitisch lässt der Bund den Kreis Calw gleichwohl nicht hängen: Landrat Riegger hat im Zusammenspiel mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Fuchtel bekanntlich erreicht, dass die Bundesstraße 463 zwischen Nagold und Pforzheim im Rahmen eines Pilotprojektes teilweise dreispurig ausgebaut wird. Der Bund lässt dafür rund 25 Millionen Euro springen.

Artikel bewerten
12
loading
 
 

Flirts & Singles

 
 

Angebot der Woche

1

Kommentar

Artikel kommentieren

Kommentarregeln

Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.

  1. Passwort vergessen?
Sie haben noch keinen Benutzer-Zugang? Jetzt registrieren!
  1. null

loading