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Kreis Calw App warnt vor Staus, Baustellen und Bränden

Von
Foto: Stocker

Kreis Calw - Straßensperrungen wegen Verkehrsunfall, Unwetter, Baumaßnahmen oder Brand, Beeinträchtigungen durch Chemieunfall oder Gas – mit einer eigens für den Landkreis Calw installierten Info- und Warn-App vermittelt die Kreisverwaltung künftig zeitnah Gefahrenlagen.

"Der Schutz der Bevölkerung vor allem bei schwierigen Situationen und die schnelle Information sind das Ziel dieser Ergänzung bestehender Warnsysteme", fasste der Erste Landesbeamte Zeno Danner anlässlich der Freischaltung der App zusammen. "Aktuell und speziell auf den Landkreis zugeschnitten können wir dadurch Warninformationen absetzen, um weitere Gefahrensituationen zu vermeiden", stellte der zuständige Dezernent im Landratsamt, Joachim Bley, fest. Er erinnerte beispielsweise an die Hochwasser- und Sturmereignisse zu Beginn dieses Jahres. "Mit der Meldung zur Sperrung von Gemeindeverbindungsstraßen reduzieren wir die Gefahr, dass sich Verkehrsteilnehmer in Gefahr begeben und durch die Feuerwehr befreit werden müssen", informierte Bley.

Drei Jahre lang hatte er zusammen mit Kreisbrandmeister Hans-Georg Heide und Bernd Singer, dem Leiter des Zivil- und Katastrophenschutzes im Landkreis Calw, verschiedene Systeme recherchiert, ehe mit "BIWAPP" das Optimum gefunden wurde. "Nach dem Zusammenbruch des Ostens und der Demontage der Sirenen zeigten individuelle Lösungsansätze keinen echten Reifeprozess, bis jetzt der Fortschritt der Technik die Plattform bot und gleichzeitig die Kleinzelligkeit für den Landkreis ermöglicht", resümierte Heide die Entwicklung.

Zusammenarbeit mit Bund und Deutschem Wetterdienst

"Die App kooperiert mit dem Bund sowie dem Deutschen Wetterdienst und der Hochwasserzentrale und bietet 15 Themenbereiche für die Informationen", erläuterte Singer zum neuen Kommunikationsmittel. Individuell könne der Nutzer einzelne Themen als so genannten Push auf das Handy aktivieren. Zudem gibt es die Möglichkeit der Verlinkung der App.

Bei den jeweiligen Meldungen sei außerdem der Absender erkennbar. "Es handelt sich nicht um eine Kommunikationsplattform", unterstrich Singer. Anja Härtel, Pressesprecherin des Landkreises, ergänzte, dass die App mehrfach gesichert sei und keiner von außen Zugriff habe. "Sie hat gleichzeitig den Vorteil der mobilen Einspeisung und ist nicht an den Arbeitsplatz gebunden", verwies Härtel auf die jeweils Berechtigten. Im Alarmfall sind auch die Koordinierungsgruppe oder der Verwaltungsstab des Landkreises intern schneller zu aktivieren.

Eine Funktion kann allerdings aktiv genutzt werden und das ist der Notruf. "Mit dieser Einrichtung können gleichzeitig die Koordinaten an die Leitstelle oder Polizei übermittelt werden", verweist Singer auf die GPS-Ortung, die nicht zuletzt für Wanderer im Nordschwarzwald im Bedarfsfall eine Hilfe ist.

Für Weiterentwicklung werden keine weiteren Kosten fällig

Sofern entsprechende Apps eingerichtet sind, können Nutzer auch Informationen aus anderen Orten außerhalb des Landkreises abrufen.

In Baden-Württemberg übernimmt der Kreis Calw mit der Entwicklung eine Vorreiterrolle und hat die App jetzt auch zuerst an den Start gebracht. Laut Singer sind auch die Nachbarn in Freudenstadt und Rottweil auf der Zielgeraden. "Unser Ziel ist es, dann, auch mit Blick auf das entstehende Polizeipräsidium Nordschwarzwald, einen Verbund zu bilden", stellte der Zivil- und Katastrophenschutzleiter in Aussicht.

Mit 8000 Euro schlägt die Realisierung der Info- und Warn-App im Kreishaushalt zu Buche. "Es werden auch für die Weiterentwicklung keine weiteren Kosten fällig, allerdings muss klar sein, dass die Betreuung und Pflege des Systems Zeit von Personal frisst", sagte Calws Kreisbrandmeister. Die App kann bei allen großen und gängigen Anbietern sowie über Web Widgets auch auf den Computer installiert werden.

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