Im ersten Teil der klinischen Studie werden gesunde Probanden zwischen 18 und 55 Jahren geimpft. Foto: Uniklinikum Tübingen/Immanuel Reimold

Covac1 zielt "auf die Stimulierung einer T-Zell-vermittelten Immunantwort" ab.

Das Universitätsklinikum Tübingen startet in diesen Tagen die klinische Studie eines selbst entwickelten Corona-Impfstoffs. Bei diesem Impfstoff geht die Klinik anders vor als die meisten Hersteller. Sie nimmt sich die Krebsimmuntherapie als "Vorbild". Das geht aus einer Pressemitteilung hervor. 

Tübingen - Der Tübinger Corona-Impfstoff heißt Covac1 und zielt "auf die Stimulierung einer T-Zell-vermittelten Immunantwort" gegen das Coronavirus ab. Primäres Ziel einer Impfung sei die Aktivierung einer starken und langanhaltenden T-Zell-Antwort gegen das Coronavirus, wird erklärt. Diese T-Zell-Antwort schütze im Falle einer Infektion vor gefürchteten schweren Krankheitsverläufen. "Soweit uns bekannt ist, ist das der erste Impfstoffkandidat, der primär auf die Aktivierung von T-Zellen abzielt", wird Studienleiterin Juliane Walz in der Mitteilung zitiert.

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In Anbetracht der rasanten Entwicklung sei noch unklar, welcher Impfstoff für welche Personengruppe einen optimalen Schutz biete und die bestmögliche Verträglichkeit zeige. "Am Uniklinikum wollen wir mit unserer Entwicklung dieses neuartigen Impfstoffkonzepts einen Beitrag leisten und möglicherweise erforderliche Alternativen schaffen", so Prof. Dr. Helmut Salih, in dessen Abteilung der Impfstoff erprobt wird. Krebsimmuntherapie ist in der Klinik-Abteilung für Immunologie einer der Hauptforschungsschwerpunkte. 

Im ersten Teil der klinischen Studie werden gesunde Probanden zwischen 18 und 55 Jahren geimpft, im nächsten Schritt dann auch ältere Probanden mit Vorerkrankungen. Die Studie beinhaltet einen Screening Termin, einen Impftermin und sechs Kontrolltermine innerhalb eines Zeitraumes von sechs Monaten. Interessenten für eine Studienteilnahme erhalten weitere Informationen unter https://www.medizin.uni-tuebingen.de/go/covac-1-studie.