Die „Opernretter“ spielen „Die Königin der Nacht“ – andächtig lauschen die Grundschulkinder der Wiestalschule. Foto: S. Lenz

Die Welt der Oper ist vielen Kindern unbekannt. Das heißt aber nicht, dass sie nichts für Kinder ist.

Kürzlich entführten echte Opernsängerinnen Kinder der Außenstelle der Wiestalschule auf dem Kernen mit ihrer Kinderoper „Aida und der magische Zaubertrank“ in die Welt der Oper.

Der theaterpädagogische Ansatz der „Opernretter“ ist es, Kinder im Grundschulalter mit original Opernarien berühmter Komponisten für klassische Musik und Gesang zu begeistern. Dabei werden auch Kinder zu Akteuren und zum Mitsingen animiert.

Seit den Pfingstferien studierten alle Klassen im Musikunterricht fleißig das Titellied ein. Es wurde ein richtiger Ohrwurm und schallte auch in den Pausen durchs Schulgebäude.

Die Oper Carmen wird auf die Bühne gebracht. Foto: S. Lenz

Die verschiedenen Arien waren in eine packende, spielerische Handlung verpackt: Aida und Papageno, die beiden Hauptakteure in dem Stück, entführten die Zuschauer auf der Suche nach Zutaten für den magischen Zaubertrank in die Welt der Oper. Denn: die Oper war in Gefahr! Niemand wollte mehr Opern hören, weshalb beschlossen wurde, das Opernhaus zu schließen. Abhilfe schaffen konnte nur der magische Zaubertrank, für den viele abenteuerliche Zutaten gefunden werden mussten.

Die Kinder lernten auf Papagenos und Aidas Suche nach den Zutaten für den Zaubertrank nicht nur bekannte Arien und Duette aus klassischen Opern, wie Mozarts „Zauberflöte“ und Bizets „Carmen“, kennen, sie erfuhren auch noch viele Details darüber, was es in einem Opernhaus alles gibt: Was ist ein Requisit, wozu braucht man eigentlich eine Souffleuse und was macht ein Inspizient?

Aida und Papageno spielten mitreißend und es gab viel zu lachen, so dass alle der Geschichte gefesselt folgten, bei der die Oper letztlich und zum Glück gerettet werden konnte.

Stolz ist man an der Wiestalschule über die Auszeichnungsurkunde zur „Kulturschule 2024“. Foto: S. Lenz

Als das Titellied am Schluss, gesunden von den Opernsängerinnen zusammen mit begeistert mitsingenden Kindern durch die Kernenhalle hallte, war wirklich ein besonders magischer Moment.

Die Schule schreibt: „Es war ein einmaliges Erlebnis, das Dank der großzügigen Spende der Wilhelm Preuninger Stiftung den Kernenschulkindern kostenlos ermöglicht wurde.“