Bei den „Schwarzwälder-Kirsch-Törtchen“ ist anschauen erlaubt, aber reinbeißen darf man natürlich nicht. Foto: Alexander Kauffmann

Die Narren sind los in Rangendingen: Beim bunten Umzug der Vereine treffen Buslinien auf Pudel, Stausee-Piraten auf Vogelscheuchen.

Der Regen fällt in Strömen, aber die Narren waren am Dienstag gut drauf beim Umzug der Vereine in Rangendingen. 18 Gruppen sorgen mit ihren originellen Aufmachungen für närrische Späße – und dabei verschonen sie auch die Kommunalpolitik nicht.

 

So haben sich einige Frauen ins Thema Hundesteuer verliebt, und das sicher auf den ersten Blick. „Ist Dir Dein Pudel lieb und teuer, zahlst Du gerne Hundesteuer“ – vielleicht soll das ja heißen, dass die als Pudel verkleideten Närrinnen in Zukunft die Hundesteuer für sich selbst kassieren? Eine von ihnen, die sich „Issi“ nennt, beteuert: „Wir sind ganz neutral.“

Eine Katzensteuer könne man doch einführen, aber lieber keine Hühnersteuer, denn davon habe sie gleich neun und deshalb würde es teuer werden.

Die „Krabbelgruppe“ hat sich als Haltestellen und Busse verkleidet – sie geben Orientierung mit ihrem närrischen „Busfahrplan“.  Foto: Alexander Kauffmann

In Sichtweite der Pudel macht sich die Krabbelgruppe bereit für den Umzug. Sie haben sich als Bushaltestellen verkleidet: Sie sind die einzigen, die wissen, wie die neuen Buslinien fahren und wo die Haltestellen sind. Sie wollen närrische Orientierung geben – mit ihren gelb gelockten Perücken waren auch sie nicht zu übersehen.

Die Hauburgband hat den Umzug der Vereine angeführt und so sprichwörtlich den närrischen Ton angegeben. Foto: Alexander Kauffmann

Das gilt freilich für all die anderen Gruppen, die allesamt mit selbst gebastelten Verkleidungen farbenfroh auf sich aufmerksam gemacht haben. Auf dem Trockenen lagen in Anbetracht des abgelassenen Wassers dieses Jahr sicher die „Stauseepiraten“ – was sie konsequenterweise nicht davon abgehalten hatte, als Piraten am Umzug teilzunehmen. Mit einer Polonaise machten nicht zuletzt die als Vogelscheuchen verkleideten OGV-Mitglieder auf sich aufmerksam.

Pfiffig verkleidet haben sich die Narren beim Umzug. Foto: Alexander Kauffmann

Angeführt von der Hauburgband, ist es um pünktlich um 13.30 Uhr durch die Ortsmitte, vorbei am Rathaus und zum Abschluss in die Halle gegangen, wo noch ein närrisches Programm aufgeführt worden ist. Gesäumt war die Strecke von zahlreichen Schaulustigen, mit denen die Narren ihre Scherze trieben.

Originell und ein absoluter Blickfang: Diese närrische Pudel-Frauengruppe hat sich ins Thema Hundesteuer verliebt, und zwar auf den ersten Blick. Foto: Alexander Kauffmann

Diese Gruppen haben am Umzug der Vereine, moderiert von Hansi Schilling, teilgenommen: Narrenzunft Jägi mit verschiedenen Formationen, Hauburgband, Frauengruppen (Pudel und Schwarzwälder-Kirsch-Törtchen), Mönchsgrabenhexen, Narrenverein Hart, Sängerbund, Damen-Gymnastikgruppe Höfendorf, OGV Rangendingen, Auneitige, Apollonia Hexa Bietenhausen, DLRG, Sportverein Rangendingen, Krabbelgruppe und der Schützenverein.