Das RBK will das Leonberger Krankenhaus nicht übernehmen Foto: Kraufmann

Leonbergs OB Bernhard Schuler und Landrat Roland Bernhard hatten darauf gehofft, dass die Robert-Bosch-Krankenhaus GmbH (RBK) das Krankenhaus Leonberg übernimmt. Nun hat der Geschäftsführer der Stuttgarter Vorzeigeklinik Schuler eine Absage erteilt.

Leonbergs OB Bernhard Schuler und Landrat Roland Bernhard hatten darauf gehofft, dass die Robert-Bosch-Krankenhaus GmbH (RBK) das Krankenhaus Leonberg übernimmt. Nun hat der Geschäftsführer der Stuttgarter Vorzeigeklinik Schuler eine Absage erteilt.

Stuttgart/Böblingen - Das Ergebnis des Gesprächs von OB Bernhard Schuler mit Landrat Roland Bernhard über die Möglichkeit einer Übernahme des Krankenhauses Leonberg durch die Robert-Bosch-Krankenhaus GmbH (RBK) wurde am Donnerstag von dieser Nachricht überholt: Der Geschäftsführer der Stuttgarter Vorzeigeklinik erteilte Schuler eine Absage.

„Bei einem so klaren Votum des Kreistags bleibt aus unserer Sicht kein Raum für anderweitige Überlegungen“, sagte RBK-Chef Ullrich Hipp unserer Zeitung, „nach dieser eindeutigen Positionierung ziehen wir uns entsprechend zurück.“ Gedämpft war die Stimmung im Rathaus. „Ich bedaure die Entwicklung“, sagte Schuler, der auch von einem „sachlichen Gespräch“ mit Landrat Bernhard am Vormittag berichtete: „Nun kommt es darauf an, mit dem Landkreis im Gespräch zu bleiben.“

Schuler hatte in der Debatte um ein Medizinkonzept für den Klinikverbund Südwest mit den Krankenhäusern Böblingen, Sindelfingen, Herrenberg und Leonberg Kontakt zu Hipp gesucht, weil er ein Ausbluten des örtlichen Hauses befürchtete. Hipp äußerte nach zwei Gesprächen mit Schuler auf Anfrage unserer Zeitung Interesse – unter der Voraussetzung, dass sich der Kreis erklärt, ob er überhaupt bereit ist, Leonberg aus dem Verbund zu entlassen, und zu welchen Konditionen.

Am Montag sprach sich der Böblinger Kreistag mit 50 von 72 Stimmen nicht nur für eine neue Großklinik auf dem Flugfeld bei Böblingen aus, sondern auch dafür, dass seine Häuser in kommunaler Hand bleiben sollen – Leonberg eingeschlossen.

Für Landrat Bernhard waren auch nach dem Gespräch mit Schuler Fragen offen, etwa ob Stadt oder Stiftung Träger der Klinik sein sollten. Er bot Schuler für die Zukunft aber „einen regelmäßigen Dialog“ an.

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