Unser Leser Hans Lambacher aus Dornstetten kritisiert die geplante Gesundheitsreform und die deutsche Rüstungspolitik.
Reform auf Kosten der Bürger
Landrat Andreas Junt kritisiert zu Recht die geplante Gesundheitsreform des Bundes mit der Gefahr eines weiteren Kliniksterbens. Selbst unser Kreiskrankenhaus mit seinen Defiziten und der Belastung für die Kommunen steht nicht auf sicherem Boden.
Dabei ist allerdings das Land Baden-Württemberg nicht schuldlos. Im medizinischen Bereich erfolgte eine Weiterentwicklung, die nicht nur lebensverlängernde, positive Auswirkungen bewirkte, sondern auch zu Kostensteigerungen führte.
Die Bundesregierung schämt sich jedoch nicht, und dies schon seit Jahren, die Gesundheitskosten der Bürgergeldempfänger den Pflichtversicherten aufzubürden, obwohl es gesetzeswidrig ist.
Diese sogenannte Gesundheitsreform wird ganz eindeutig auf dem Rücken der kleinen Leute ausgetragen. Was die Ursachen für die in vielen Bereichen eingeleiteten Sparmaßnahmen sind, wird auch vom Landrat nicht genannt, da es nicht opportun ist, die Rüstungspolitik der Bundesrepublik zu hinterfragen.
Stattdessen werden Thesen wie „Wir müssen wieder kriegstüchtig werden“ oder „Die Bundeswehr muss sich zur stärksten Armee Europas entwickeln“ in die Welt gesetzt. Man muss weder Putin-Freund noch Gegner der Ukraine sein, wenn man diese Entwicklung hinterfragt.
Das Wettrüsten mit Russland hat schon längst begonnen zu Lasten der Bevölkerung auf beiden Seiten bis hin zur Kürzung der Entwicklungspolitik.
Nährboden für die AfD
Das Schlimmste ist, durch diese Politik wird der Nährboden für die AfD geliefert. Es ist unbegreiflich, dass selbst im 21. Jahrhundert keine anderen Möglichkeiten der Konfliktlösung ergriffen werden, als mit dem Schießprügel aufeinander loszugehen wie in der Steinzeit.
Hans Lambacher, DornstettenSchreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.