Seit März ist Christoph Schultz der neue Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Klinikum Landkreis Freudenstadt. Foto: KLF

Die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Klinikum Landkreis Freudenstadt hat einen neuen Chefarzt. Der Schwarzwald ist ihm nicht unbekannt.

Die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Klinikum Landkreis Freudenstadt hat einen neuen Chefarzt. Christoph Schultz hat im März den Stab von Alexander Menges übernommen, wie das Klinikum mitteilt. Menges hatte die Klinik in den vergangenen zwei Jahren kommissarisch geleitet.

 

Der Schwarzwald ist für Christoph Schultz vertrautes Gebiet. Der gebürtige Schleswig-Holsteiner hat sein Medizinstudium unter anderem in Freiburg absolviert. Dort wohnen auch seine vier Kinder. Sie waren die Motivation für den Wechsel in den Schwarzwald: „Ich wollte wieder näher bei ihnen sein“, erklärt er.

Schultz bringt ein sehr breites Erfahrungsspektrum mit nach Freudenstadt. Als Wissenschaftler beschäftigte er sich mit den Möglichkeiten zur Untersuchung von Störungen der Hirnfunktion und Hirnstruktur bei Patienten mit Schizophrenie. Er war Oberarzt in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Jena und anschließend Psychiatrie-Chefarzt am Klinikum Fulda, bevor er die Position als ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Sächsischen Krankenhaus Rodewisch übernahm.

Freudenstadt ist eine interdisziplinäre Klinik

Doch den vielseitig interessierten Psychiater reizte das interdisziplinäre Arbeiten. Deshalb wechselte er als Leiter der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie an das St. Josef Hospital in Bad Driburg, bevor er schließlich den Kindern in den Schwarzwald folgte.

Am Klinikum Landkreis Freudenstadt findet Schultz ein für ihn spannendes Arbeitsumfeld vor: „Ein interdisziplinäres Haus mit einer Abteilungspsychiatrie“, fasst der neue Chefarzt zusammen. Was ist daran so interessant? „Psychische Erkrankungen können auch in Zusammenhang mit internistischen oder chirurgischen Problemen stehen“, erklärt Schultz. Als Beispiel nennt er die sich ähnelnden Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion und einer Depression. „In einem interdisziplinären Haus können diese Probleme ganzheitlich betrachtet und behandelt werden.“ Für ihn hat die Abteilungspsychiatrie in einem Fachkrankenhaus noch einen weiteren, wichtigen Aspekt: „Es ist für die Patienten weit weniger stigmatisierend, in ein allgemeines Krankenhaus zu gehen, als in ein psychiatrisches Fachkrankenhaus“, sagt Schultz.

Am Klinikum Landkreis Freudenstadt kann Schultz laut der Mitteilung eine gut aufgestellte Abteilung mit einem hervorragenden Team übernehmen. Wilhelm Dengler hatte die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Klinikum Landkreis Freudenstadt fast 20 Jahre bis zu seinem Ruhestand geleitet. Nach ihm übernahm Alexander Menges als kommissarischer Chefarzt.

Freude und Dankbarkeit beim Stabwechsel

„Wir freuen uns, dass wir einen so erfahrenen Mediziner als Chefarzt der Psychiatrie gefunden haben“, erklärt Monique Bliesener, Geschäftsführerin des Klinikums Landkreis Freudenstadt. Menges dankte sie für seinen Einsatz als kommissarischer Chefarzt: „Sie haben eine super Arbeit geleistet.“ Diese Wertschätzung gab Menges gerne zurück und dankte der Geschäftsführerin: „Sie haben immer ein offenes Ohr für die Psychiatrie.“

Christoph Schultz freut sich über die gute Atmosphäre und den warmen Empfang, der ihm in Freudenstadt bereitet wurde. Zumal die Stadt für den passionierten Läufer und Cello-Spieler nicht nur Arbeitsfeld, sondern auch Lebensort sein wird.