Zur Schließung des Klinikstandortes in Donaueschingen. Foto: Schwarzwälder Bote

Zur Schließung des Krankenhauses in Donaueschingen hat unser Leser Franz Aßbeck aus Donaueschingen folgende Meinung.

Als langjähriger, nun abgedankter, Schriftführer des Klinikum-Freundeskreises habe ich – mit meinen sehr bescheidenen Möglichkeiten – bis zuletzt versucht, die Darstellung des Klinikstandortes Donaueschingen nicht im Hintergrund verschwinden zu lassen. Nachdem auch das zweite Gutachten die hiesige Gebäudesubstanz nicht berücksichtigen wollte, sondern nur das Baujahr und das Verbleiben einer Fachklinik unter anderem auch damit noch unrealistischer wurde, durfte ich an Ersatzlösungen für die Gesundheitsversorgung am vorhandenen Standort mitarbeiten.

 

Umso enttäuschter bin ich nach dieser schicksalhaften Kreisratssitzung vom 11. Mai – und zwar nicht nur vom Abstimmungsverhalten unserer Rathausspitze, sondern auch von der langatmig vorgelesenen Eingabe unseres Oberbürgermeisters, welche meiner Einschätzung nach keinerlei Konkretes enthält und zum Hohn auch noch mit einer Entschuldigung begann, welche in etwa lautete: „Wir (= die Bürgermeister des Südkreises) hatten leider nicht genügend Zeit, um uns ausreichend abzustimmen.“ War das nun alles, was aus der groß plakatierten Initiative der Südkreis-Bürgermeister-Eingabe geworden ist? Hingegen haben Kreisräte Roland Erndle (DS) und Sven Wehinger (Döggingen) beherzte Aufrufe zu Ersatzlösungen für die medizinische Versorgung verlesen. Ich fühle mich veräppelt vom Versprechen des OB vor seiner Wiederwahl: „Ich werde auf unser Krankenhaus aufpassen, wie auf meinen Augapfel.“ Anscheinend ist 100-Prozent-Harmonie im Kreistag und im Kreisverband wichtiger als die eigene Stadt: ob’s vergolten wird … oder wird weiter ausgeblutet?

Franz Aßbeck, Donaueschingen

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