Das neue Jahr ist da – und wurde mit Böllern und Raketen begrüßt. Für die Krankenhäuser bedeutet das ein erhöhtes Patientenaufkommen. Bundesweit gab es mindestens fünf Tote und Hunderte von Verletzten. Und wie sah es im Kreis Rottweil aus?
„In der Zentralen Notaufnahme der Helios Klinik Rottweil hatten die Pflegekräfte und Ärzte ab Mitternacht gut zu tun“, teilt Tatsiana Zelenjuk, Pressereferentin der Helios Klinik Rottweil, auf Anfrage mit.
Mehr Verletzungen durch Feuerwerkskörper
Versorgt wurden mehrere Fälle von leichten Verbrennungen durch Feuerwerkskörper und einige Patienten mit Alkoholvergiftungen. Eine Patientin mit Augenverletzung wurde in eine Spezialklinik verlegt.
„Im Vergleich zum Vorjahr hat die Zahl der Verletzungen durch Feuerwerkskörper zugenommen“, stellt Zelenjuk fest.
In Oberndorf bleibt es ruhig
Ein völlig anderes Bild bietet sich im SRH Krankenhaus in Oberndorf. Dort heißt es, in der Nacht auf den 1. Januar habe man fünf Patienten behandeln müssen. „Insgesamt betrachtet war die Silvesternacht – wider Erwarten – bei uns sehr ruhig“, teilt Vanessa Greber, Assistenz der Geschäftsführung, unserer Redaktion mit.
„Die behandelten Fälle umfassten unterschiedliche Beschwerden, glücklicherweise jedoch gab es keine einzige Verletzung durch Böller oder andere typische Silvesterunfälle.“ Ein Patient sei in dieser Nacht allerdings mit einer Alkoholintoxikation eingeliefert worden.
Das Einsatzaufkommen sei auch nicht höher gewesen als in anderen Nächten, sagt Greber zudem.
Keine personellen Engpässe
Personelle Engpässe habe es im SRH Krankenhaus Oberndorf über die Feiertage und Silvester glücklicherweise auch nicht gegeben.
Dem kann sich die Helios Klinik anschließen. „Auch in diesem Jahr hat sich unser Dienstplanungskonzept bewährt. Für den hochprofessionellen Einsatz unserer Mitarbeiter sind wir sehr dankbar, sie haben wieder Großartiges geleistet“, betont Klinikgeschäftsführer Moritz Lang gegenüber unserer Redaktion.
Grippe und Co. halten in Atem
Auch wenn die Silvesternacht die Kliniken in diesem Jahr nicht in die Bredouille gebracht hat, so gibt es doch genug zu tun. „Generell sind aktuell vermehrt jahreszeittypische Atemwegserkrankungen zu beobachten“, teilt Tatsiana Zelenjuk von der Helios Klinik Rottweil mit.
Auch Vanessa Greber erwähnt die „typischen Herausforderungen, die die Wintermonate mit sich bringen“. Und ergänzt: „Wir verzeichnen insbesondere Grippe- und Erkältungserkrankungen sowie einige vereinzelte Corona-Fälle. Die Teams sind auf diese Situation aber sehr gut vorbereitet und arbeiten mit vollem Einsatz, um eine hohe Versorgungsqualität zu gewährleisten.“