Jung und alt genossen die Fahrt über den Parcours. Foto: Lothar Schwark

Beim Unimog-Treffen in Dornstetten hatten die Fahrer diesmal nicht nur mit den gewohnten Steigungen von bis zu 45 Grad im Steinbruch zu kämpfen.

Trotz des kühlen und regnerischen Wetters waren rund 80 Unimog-Besitzer mit ihren Fahrzeugen zum 19. Unimog-Treffen auf dem Steinbruch-Gelände der Firma Kaltenbach angereist. Als Ausrichter der Veranstaltung begrüßte die Regionalgruppe Nordschwarzwald des Unimog-Clubs Gaggenau auch diesmal Fahrer aus ganz Süddeutschland in Dornstetten.

 

Zumindest bis 13 Uhr spielte das Wetter am Sonntag noch mit. Doch dann regnete es bis 15 Uhr heftig, bevor anschließend die Sonne wieder die Regie übernahm.

Wie in den Jahren zuvor, zog das Spektakel auch wieder zahlreiche Familien mit Kindern an. Als Renner erwiesen sich erneut die Mitfahrten im Unimog. An der Haltestelle für die Mitfahrer bildeten sich ab und an Warteschlagen.

Abenteuerliche Fahrt

Für Fahrer und Passagiere stand eine abenteuerliche Fahrt über den diesmal in Teilen aufgeweichten Parcours an. Da kamen selbst die Unimogs an ihre Grenzen, galt es doch ohnehin, Steigungen bis zu 45 Grad zu bewältigen. Immer wieder trug ein Bagger oberflächliche Schlammschichten von der Strecke ab.

Im steilen Gelände waren also Mut und Gefühl gefragt, Fahrer und Fahrzeug mussten eine Einheit bilden. Und auf dem anspruchsvollen Parcours konnten die Unimogs und ihre kantigen Brüder der Traktorenbaureihe MB-trac einmal mehr beweisen, dass sie wahre Meisterwerke deutscher Ingenieurskunst sind.

Fast alle Baureihen zu sehen

Wolfgang Mutschler kommentierte das Geschehen im Steinbruch und stellte fachkundig die einzelnen Baureihen vor. Erstmals war beispielsweise ein Unimog UX der Baureihe 409 dabei.

Der Unimog-Club Gaggenau war auch mit einem Infostand vertreten. Auf der Ausstellungsfläche war nahezu die gesamte Unimog-Palette zu sehen. An einem weiteren Stand konnten Interessierte begehrte und seltene Teile für die Fahrzeuge erwerben.

Bohnet hat schon fünf Unimogs

Nach wie vor werden Unimogs von zahlreichen Kommunen und Betrieben im harten Einsatz genutzt. Gerade in bergigen Regionen und im Hochgebirge können die extrem geländegängigen Fahrzeuge ihre Stärken ausspielen. Alex Bohnet aus Tumlingen, den Vorsitzenden der Regionalgruppe Nordschwarzwald, begeistert die überschaubare Technik der Fahrzeuge. Er selbst hat mit seiner Familie inzwischen fünf Unimogs angeschafft.

Die Unimog-Regionalgruppe Nordschwarzwald zählt laut Bohnet mittlerweile 255 Mitglieder. Gegründet wurde sie im Jahr 2000 von Nikolaus Welle aus Salzstetten. Bohnets Vorgänger schaute auch beim diesjährigen Treffen gerne zu einem Austausch vorbei. Laut Bohnet zählt der gesamte Unimog-Club Gaggenau aktuell 8600 Mitglieder in 49 Ländern.

Viele Vereine im Einsatz

Bohnet dankte dem Unternehmen Kaltenbach und der Familie Hamann, die den Steinbruch und das Gelände zum Parken zur Verfügung gestellt hatten, sowie den beteiligten Vereinen und Organisationen. Die SG Dornstetten bewirtete, das THW war mit einem Stromaggregat dabei. Ebenso vertreten waren der DRK-Ortsverein Horb-Talheim/Steinachtal und die Feuerwehr Aach, die beim Parkplatzeinweisen allerhand zu tun hatte.

Mit dem Besucheraufkommen war Bohnet angesichts des Wetters zufrieden. Mehrere Hundert Besucher dürften den Weg in den Steinbruch gefunden haben.