Die Begegnungen zwischen dem SV Weil und FV Lörrach-Brombach haben es immer in sich. Auch am Samstag blickt die Fußballszene am Oberrhein wieder ins Nonnenholz.
An diesem 11. April duellieren sich ab 15.30 Uhr die ewigen Kontrahenten in der Fußball-Landesliga, Staffel 2, wieder um Punkte, die diesmal allerdings keinen großen Einfluss im Titelrennen oder Abstiegskampf haben. Da sind sowohl Gastgeber SV Weil als auch der Gegner jenseits des Tüllingers außen vor.
Es geht nur ums Prestige. Das genießt jedoch bei beiden Vereinen einen hohen Stellenwert. Im Hinspiel jubelte der FVLB im heimischen Grütt über einen unerwarteten 4:1-Heimsieg gegen einen als Favoriten gehandelten SV Weil. Aktuell ist die Situation gerade umgekehrt. „Unsere Ausbeute bislang war desolat“, schüttelt Perseus Knab, der Sportchef des SVW, über die überwiegend schwachen Auftritte seiner Mannschaft nach der Winterpause ratlos den Kopf.
In der Tat ließen die Blau-Weißen ergebnistechnisch kein Fettnäpfchen aus, verloren die Derbys gegen den FSV Rheinfelden (0:2) sowie FC Wittlingen (0:1), gingen beim SV Mundingen mit 1:6 unter und gaben vor Wochenfrist beim TuS Binzen einen 3:0-Vorsprung aus der Hand. Am Ende mussten die Weiler mit einem 4:4 zufrieden sein. Lediglich das Duell mit dem FC Tiengen wurde 4:2 gewonnen.
Nahezu grotesk ist dabei, dass der SV Weil vor dem Derby aller Derbys auf dem dritten Tabellenplatz notiert wird. „Es zeigt, was möglich gewesen wäre, wenn wir in den verlorenen Spielen in Normalform aufgetreten wären. Da war doch eine Menge Selbstüberschätzung im Spiel“, legt Knab den Finger in die Wunde.
Nach einer schwachen Vorrunde, in der eine Menge schief gelaufen ist, hat der FV Lörrach-Brombach nach der Winterpause einen großen Teil seines Potenzial abrufen können. Mit den Siegen gegen den FC Waldkirch (5:0), FSV Rheinfelden (3:0) und jüngst FC Tiengen (5:1) sowie dem Unentschieden gegen Gundelfingen/Wildtal (3:3) setzte sich der FVLB in Richtung gesichertes Mittelfeld ab. In Mundingen leisteten sich die Lerchenstädter eine unnötige 1:2-Niederlage.
„Wir haben nach der Winterpause sehr gute Spiele gemacht. Diese Serie soll auch in Weil halten. Mit diesem Rückenwind wollen wir auch beim SV Weil gewinnen“, gibt sich FVLB-Sportchef Antonio Ratto selbstbewusst.
Eine Prognose über den Ausgang des Derbys abzugeben ist wohl, angesichts der Wankelmütigkeit beider Mannschaften, nahezu unmöglich. Wie so oft wird dann die Tagesform entscheiden.
Personell sieht’s bei beiden Teams gut aus. Weil dürfte komplett sein, beim FVLB ist Mirco Böhler zurück. Auch Filippo Di Chiara ist zudem wieder an Bord.