Silvia und Ann-Katrin (vorne Mitte) träumen in stiller Bewunderung für Andi, Wolle und Ernst. Foto: Ziechaus

Ihren Auftritt im Kulturbesen vor über zehn Jahren konnten Bonnie & Clyde jetzt in der Szene 64 in Schramberg noch toppen.

Zwei glühende Verehrerinnen aus Sulgen wollten immer wieder beweisen, wie groß meine Liebe ist, „und bringe mich für dich um“. Aber Silvia und Ann-Katrin waren so fasziniert, dass sie glücklicherweise bis zum „Auf wiedersehen, die Zeit war wunderschön“ auch gesanglich in höchsten Tönen durchhielten. Wohl auch weil Sänger Wolle betonte, „du lebst nur einmal“ und das Paradies könne er den beiden Verehrerinnen nicht versprechen. Das alte Fieber hielt an, aber nicht für den Stern des Süden, denn nie würden die Hosen zum FC Bayern gehen.

 

Alle waren textsicher

Da stimmte auch Gitarrist Andi deutlich zu und Bassist Torsten trug ohnehin Rot, aber für die Fortuna aus Düsseldorf. Die Schwabenfünfer hatten kein Problem mit dem Auswärtsspiel auch ganz ohne Alkohol, was sogar die Zuhörer vor der Bühne lauthals behaupteten. Überhaupt waren die Zuhörer absolut textsicher und sangen mit, wenn sie auch nicht wie die Verehrerinnen bis zum Letzten gehen wollten.

Aber beim Schönsein waren alle dabei, auch wenn so schön nicht normal ist und selbst dann der Schrei nach Liebe nicht immer gehört wird. Aber „an Tagen, wie diesen wünscht man sich Unendlichkeit“ und da galt der Wunsch einmütig und einstimmig für Alle. Einer für alle und alle für einen, wie bei den zehn kleinen Jägermeister, bei denen trotzdem am Ende keiner übrig bleibt. Aber bei den Toten Hosen Tribute waren sich alle einig beim Auf Wiedersehen, die Zeit war wunderschön und kein Mädel hat sich aus Liebe umgebracht.