Das „Cäcilia-Quartett“ mit (von links) Renate Harr (Barockvioline), Georgia Höpfner (Barockvioline), Max Bock (Barockviola) und Barbara Rieger (Barockvioloncello) bot ein faszinierendes Konzert mit Wiener Klassik vom Feinsten. Foto: Lorek

Das „Cäcilia-Quartett“ begeisterte die Konzertbesucher mit Wiener Klassik im evangelischen Gemeindehaus Ringhof in Freudenstadt.

Mit Streichquartetten der Wiener Klassik bezauberte das „Cäcilia-Quartett“ die Konzertbesucher im evangelischen Gemeindehaus Ringhof in Freudenstadt. Die vier Musikvirtuosen Renate Harr (Barockvioline), Georgia Höpfner (Barockvioline), Max Bock (Barockviola) und Barbara Rieger (Barockvioloncello) ließen die schönsten Klangfarben mit Musik der Komponisten Franz Schubert und Wolfgang Amadeus Mozart lebendig werden.

 

Das „Cäcilia-Quartett“, das sich aus langjähriger gemeinsamer Tätigkeit im Bereich Alter Musik zusammengefunden hatte, war bereits mehrfach bei Auftritten der Freudenstädter Kantorei in der Stadtkirche zu hören. Heuer im Ringhof hatten die vier Musiker das „Quartett in g (D173)“ von Schubert mit den Sätzen „Allegro con brio“, „Andantino“, „Minuetto-Allegro vivace“ und „Allegro“, sowie Mozarts „Quartett in D (KV 499)“, das sogenannte „Hoffmeister-Quartett“ mit vier Sätzen, mitgebracht.

Ungewöhnliche Klangfarbe

Bereits der Auftakt des Schubert-Quartetts „Allegro con brio“ erklang entsprechend schwung- und temperamentvoll mit seinen dominant-betonten Passagen und den dynamischen Steigerungen. Ungewöhnliche Klangfarben und Effekte wechselten sich im Spiel auf den historischen Streichinstrumenten ab, die auch jeweils ihr Eigenleben zu führen schienen und dabei jugendlich-frisch wirkten.

Beim zweiten Satz, dem „Andantino“, stand ein fröhlich wirkendes Liedthema im Vordergrund, das von den Streichern immer wieder anders musikalisch ausgestaltet wurde und sich in Tonhöhe und Lautstärke nach oben steigerte bis zur fast jubelnd klingenden Violine von Renate Harr. Filigran und tänzerisch erklang das „Minuetto – Allegro vivace“. Das Finale kam voller Dynamik in flottem Rhythmus und herrlich ausdrucksstark daher, bei dem die Spielfreude und Virtuosität der vier Musikkünstler des Streicherensembles wunderbar zum Ausdruck kam.

Im zweiten Teil erklingt Musik von Mozart

Eine Minipause wurde von den vier Musikern zum Instrumentenstimmen genutzt, bevor es im zweiten Konzertteil mit Musik von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) weiterging. Mit dem „Hoffmeister-Quartett“ kamen die Sätze „Allegretto“, „Menuetto-Alegretto“, „Adagio“ und „Molto Allegro“ zu Gehör. Auch dabei faszinierten die Streichervirtuosen die Besucher und luden zum genussvollen Zuhören ein.

Das eröffnende Allegretto kam tänzerisch daher und basierte auf einem Thema, das immer wieder neue musikalische Akzente hervorblitzen ließ. Spannend erklang eine Passage, wie ein Zwiegespräch zwischen Barockvioline (Harr) und Barockviola (Max Bock), in das die anderen Streicher mit einstimmten. Durch Triolen und Stakkati erzeugten sie ihren ganz eigenen Charme und Spielwitz, bei dem das Cello von Barabara Rieger auch schonmal gezupft wurde. Auch bei Mozarts Quartett erklang ein fulminantes Finale, mit einem sich ständig ändernden Thema und fast aberwitzig schnellem Tempo bis zum Schluss.

Die begeisterten Konzertbesucher spendeten reichlich Applaus für das „Cäcilia-Quartett“ und sein anspruchsvolles Programm und wurden mit einer Zugabe belohnt.