Mit Herzblut hatten sich die Frauen des Singkreises Ötlingen auf das Konzert mit anspruchsvollen geistlichen Liedern vorbereitet.
Ein musikalischer Hochgenuss war die Sonntagsmatinee des Singkreises Ötlingen. Mit viel Herzblut hatten sich die Sängerinnen wochenlang auf das recht anspruchsvolle Konzertprogramm vorbereitet. Obwohl die Mehrheit der Frauen kaum Noten lesen kann, war es erstaunlich, wie sie die Werke einstudiert haben, welche doch teilweise große technische Anforderungen an sie stellten.
Wie immer gelang es der temperamentvollen Dirigentin Alina Kohut, „ihre“ Frauen zu Hochleistungen zu führen.
Erhabene Texte, mit Gefühl zum Klingen gebracht
Mit dem kraftvollen Festgesang von Christoph Willibald Gluck stimmte der Chor auf das Konzert ein. Mit diesem klangvollen Eröffnungsstück mit klarer Melodieführung war bereits eine wunderschöne Atmosphäre geschaffen.
„Erhaben, o Herr“ von August Eduard Grell ist eine ehrfürchtige Hymne, welche die Größe Gottes preist. Die Sängerinnen brachten die majestätische Melodie mit viel Gefühl zum Klingen.
Eine berührende Atmosphäre geschaffen
Im „Vater unser“ von Wolfgang Lüderitz wird das bekannte Gebet in einer sehr persönlichen, meditativen Vertonung präsentiert. Trotz der Herausforderung des Stückes haben die Frauen eine ruhige, berührende Atmosphäre geschaffen, die zum Nachdenken einlud. Hervorzuheben sind die Stellen mit der Sopransolistin.
„You raise me up“, besser bekannt in der englischen Version wurde sehr gefühlvoll und mit Hingabe vom Chor in deutscher Sprache interpretiert. Zum ersten Mal erklang auch das neue E-Piano des Chors, gespielt von Andrea Müller.
Solistinnen glänzen mit schönen Melodielinien
Mit „A Gaelic Blessing von John Milford Rutter“ durfte das Publikum den wunderschönen Segen, mit sanften Melodien und warmen Harmonien genießen. Die Solisten Monika Haas, Sopran und Andrea Müller E-Piano haben eine Atmosphäre der Geborgenheit geschaffen, die das Publikum tief berührte.
Das nächste Solostück vom gleichen Komponisten „A Clare Benediction“ vermittelte ähnlich wie das vorherige Solostück mit seiner Segnung Hoffnung und Schutz.
Die zarte Melodie wurde mit viel Gefühl und wunderschönem klaren Sopran von Monika Haas vorgetragen und subtil am Piano begleitet von Andrea Müller.
Nach den beiden Solostücken, welche für den Chor auch eine kleine Verschnaufpause war, erklang das Credo aus der „Missa Popularis“ von Marten Jansson. Ein sehr anspruchsvolles Stück, welches die Frauen fast etwas an ihre Grenzen brachte. Doch der Chor hat eindrucksvoll bewiesen, dass selbst ein technisch schweres Stück eben auch ohne perfektes Notenlesen mit Leidenschaft und viel Übung eine beeindruckende Leistung erzielen kann.
Der krönende Abschluss des Sonntagmatinees war das Gloria aus der Missa brevis Nummer 7 von Charles Gounod. Noch einmal zeigte der Chor unter der einfühlsamen Leitung von Alina Kohut sein beeindruckendes Können. Festlich und glanzvoll mit Orgelbegleitung erklang das Gloria und der Chor präsentierte sich in seiner gewohnt harmonischen und festlichen Stimmung. Mit der Zugabe Jubilate Deo von Peter Anglea verabschiedete sich der Chor vom frenetisch applaudierenden Publikum.