Einen ganze Reigen an Emotionen erlebten die Besucher beim Preisträgerkonzert der Musikakademie Villingen-Schwenningen im feierlichen Rahmen des Franziskaners.
Um den Musikernachwuchs ist es sehr gut bestellt: Bewiesen hat dies das Preisträgerkonzert von „Jugend musiziert“ am Samstag im Franziskaner Konzerthaus in Villingen.
Der 63. Regionalwettbewerb der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg brachte insgesamt 28 Preisträger hervor. Von diesen 28 stand die Hälfte in Villingen auf der Bühne, teils als Solointerpret, teils in kleinen Ensembles. Kurzweilig moderiert wurde das beeindruckende Preiskonzert durch Matthias Schürmann, dem Geschäftsführer der MusikakademieVillingen-Schwenningen.
Schürmann ließ die jungen Künstler nicht von der Bühne, ohne ein paar Takte mit ihnen zu reden, sehr sympathisch. Lampenfieber, Anspannung, Spielfreude, Stolz und Freude über das Erreichte: Dieser ganze Reigen an Emotionen im feierlichen und großen Rahmen des Franziskaner erlebten die Besucher hautnah.
Einem der jüngsten kam die Aufgabe zu, das Preisträgerkonzert zu eröffnen. Am Schlagzeug gab Nicolas Heil das Stück „One for two – left hand go“ zum Besten. Frank Neu fungierte als Lehrer und Komponist. Mit Hanna und Lina Gallmeyer folgten zwei weitere Solomusikerinnen am Klavier mit Stücken von Claude Debussy und Edvard Grieg. Die Schwestern trennen zwei Jahre, es verbindest sie aber erste Plätze beim Regionalwettbewerb. Elias Häßler und Ben Schweissgut am Schlagzeug konnten dies ebenfalls für sich verbuchen. Außerdem qualifizierten sie sich wie Nicolas Heil für den Landeswettbewerb.
Wunderbar dargebotenes Duett mit Trompete und Horn
Emil Ruminski an der Gitarre musste krankheitsbedingt passen. Die Geschwister Serafin und Maria Lienhart wollten unbedingt zusammen auftreten. Heraus kam ein etwas sperriges, aber wunderbar dargebotenes Duett mit Trompete und Horn von eher unbekannten Komponisten. „Vor vier bis fünf Wochen hat es angefangen, Spaß zu machen“, erläuterte Serafin Lienhart zu der Probenarbeit. Diese lohnte sich, denn für beide geht es weiter zum Landeswettbewerb.
Es folgte ein Stück von Wolfgang Amadeus Mozart, das Allegro für drei Klarinetten. Das Trio bestand aus Karoline Boseke, Michael Frank und Julia von Berg. Die Letztgenannte wird nicht nur an der Musikakademie an Saxophon und Querflöte ausgebildet, sondern an der Klarinette von der Stadt- und Bürgerwehrmusik Villingen. Wie eng und fruchtbar die Zusammenarbeit zwischen der Musikakademie und den Blasmusikorchestern der Stadt ist, bewies auch das Bläserquintett, dem Schlusspunkt des Konzerts. Philipp Fetscher, David Cerquera, Sara Bartnmann, Leo Neuberger und Matthias Bartmann sind allesamt Mitglieder der Stadtmusiken Villingen und Schwenningen.
Bürgermeister Detlev Bührer überreicht Urkunden
„Wir haben Großartiges dargeboten bekommen“, so Bürgermeister Detlev Bührer im Anschluss. Gerne hörten es alle im Saal, dass Villingen-Schwenningen trotz Sparzwängen weiterhin die Vereine und die Musikakademie unterstützen wird. Bührer übergab den stolzen Preisträgern schließlich die Urkunden.
Der einzige Wermutstropfen des erfrischenden Konzerts war, dass außer den Angehörigen und Freunden der Preisträger niemand den Weg in die gute Stube Villingens fand.