„Schön ist es auf der Welt zu sein“. Der Kinderchor tanzt zum Liedvortrag der BoWis. Foto: Vögele

Von der großartigsten Show, die man je gemacht habe, sprach Annette Breil von der Chorgemeinschaft Boll-Wittershausen.

Bereits der Auftakt „Come alive“, einer Ouvertüre gleich, gewann die Sympathien der Besucher, spannte sie doch gleich einen Bogen vom Kindsein bis zum Erwachsenwerden. Und dieser Bogen enthielt Perlen aus Musicals und Popmusik. Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren waren die Hauptakteure.

 

„Ich wollte nie erwachsen sein“, ein berührender, wehmütiger Rückblick der BoWis, verwandelte sich herzerfrischend mit Kinderunterstützung in „Schön ist es auf der Welt zu sein“. Und in „When I grow up“ hatten die Kinder schon ihre eigenen Vorstellungen vom Erwachsensein.

Auch während der Bühnenumbauten riss der „Gute-Laune-Faden“ nicht ab. Dafür sorgten die beiden Moderatorinnen Martina Tatyk und Svetlana Benz. So wurden etwa zwei Besucher nach ihren Kinderträumen befragt.

Erwachsensein bedeutet Hausarbeit

In „Mama I’m a big girl“ erlebten drei Mütter die Pubertät ihrer Töchter, manchmal einer Ohnmacht nahe. Erwachsensein geht aber auch mit Aufgaben einher, etwa dem Wäschewaschen. Dazu wurde das stehende Publikum fachgerecht angeleitet. Höhepunkt war die temperamentvoll dargebotene „Zigeunerhochzeit“ mit dem farbenprächtigen tanzenden Hochzeitspaar.

Mit dem „Dschungelbuch“ und dem „König der Löwen“ wurde eine weitere Seite aufgeschlagen. Hier glänzte stimmgewaltig King Louie (Pascal Schulz) mit „Ich wär’ so gern wie du“ inmitten seiner quirrligen Affenschar. Und dann kamen sie, auf dem tonalen Hintergrund von „Er lebt in dir“: Alle Tiere des Dschungels, allen voran der Löwe, mischten sich unter die Gäste.

„Wie vom Traum verführt“

Der dritte Bogen umspannte das Musical „Joseph“. Während die „Klangkreation“ recht poppig die Geschichte „erzählte“, erlebte man sehr anschaulich Jakobs Familie durch ausgefeilte Mimik und Gestik.

Ein einfühlsames Solo von Joseph (Nino Barkmann) zeigte ihn als bescheidenen Menschen. Jedoch deuteten die geschwenkten bunten Tücher der Kinder Josephs spätere Versuchung an. Sinnliche Tanzbewegungen ließen die Gedanken von Joseph im Stück „Wie vom Traum verführt“ lebendig werden.

Ein grandioses Finale

Themenwechsel: Es war Zeit für „The Greatest Showman“. Eine zauberhafte Klangballade „Never enough“ mit der „Klangkreation“ und einem Ballett-Duo setzte das Sahnehäubchen auf. Und mit dem grandiosen Finale „The Greatest Show“ erlebte eine volle Halle einen weiteren Augen- und Ohrenschmaus, der mit minutenlangem Beifall quittiert wurde.

Mit der Zugabe wurde es nochmals richtig bunt und lebhaft. Papierflieger flogen durch die Halle in ein vergnügtes Publikum. Ein Fingerfood-Buffet rundete das Konzert ab.

Mitwirkende waren die Chorgemeinschaften BoWi unter der Leitung vonValentin Baier, „BoWi Mix“ und die „Klangkreation“ unter Theresia Buob. Mariana Seifriz leitet die „Singing Kids“. Musikalisch begleiteten Albert Wochner (Klavier), Stefan Gross (Percussion), Johannes Haid (E-Bass) und Johann-Christoph Leopold (Violine). Greta Jäger und Isabella Kapp tanzten. Die Gesamtleitung hatte Theresia Buob.