Beim Finale des Weihnachtskonzerts der Vollmaringer Musikanten waren rund 70 Musiker auf der Bühne. Foto: Feinler

Rund 70 Musiker standen beim Finale des Weihnachtskonzerts des Musikvereins Vollmaringen auf der Bühne. Der Auftritt diente als Rahmen für die Ehrung treuer Musiker.

Mit welcher Mühe alle dabei vorgehen, wurde nicht nur bei den Dankesworten des Vorsitzenden Matthias Finkbeiner deutlich. Dieser berichtete auch, dass Dirigent Carsten Bohnet einen mitgebrachten Musikwunsch in den Konzertablauf kurzerhand integrierte.

 

Auch die Jugend brachte geballte musikalische Kraft mit ihren vier Gruppen auf die Bühne: auf der Blockflöte spielten die Zweitklässler ein mährisches Weihnachtslied. Susanne Kalmbach an der Gitarre begleitete sie ebenfalls zum nächsten Weihnachtslied, „Ihr Kinderlein kommet“. Unter der Leitung von Lina Miller traten die MVV-Kids mit dem „Mickey-Mouse-Marsch“ auf, wonach Marlu Hamm das Dirigat zu einem Pop-Song übernahm.

Mit „Accidentally in Love“ aus dem Shrek-Film führte Ina Peter die Kiba durch die Musikwelt. Weihnachtsstimmung kam mit „Jingle Bells Rock“ auf, bevor die Jugendkapelle die Bühne ausfüllte. Lieder wie „Jurassic Park“, „Funky Town“ und „A Million Dreams“ dirigierte Carsten Bohnet. Zum „Nikolauslied“ war Lina Miller nochmals mit dem Nachwuchs zu sehen, der starken Applaus erhielt.

Landschaft und Mystik

Die neue Vorsitzende Silke Krknjak freute sich über die jungen Talente und die neuen Gruppenleitungen, die selbst in der Jugendabteilung angefangen haben und heute die Stammkapelle verstärken. Nach einer kurzen Pause ging es mit einem lauten Paukenschlag der Stammkapelle zu „Concerto d’Amore“ weiter. „Mal klangvoll, mal majestätisch“, beschrieb Ansager Jeremias Munoz Agredo den besondern Auftakt.

Die grüne irische Landschaft, die dortige Lebensweise, aber auch etwas Mystik waren im Stück „Lord Tullamore“ herauszuhören. Das Publikum wollte schon laut applaudieren, doch Dirigent Carsten Bohnet zeigte mir der linken Hand, dass die Reise durch das Land der zerklüfteten Küsten noch nicht zu Ende war.

Spürbare raue See herrschte bei den ersten Klängen des „Pirates of the Caribbean“-Medley, gefolgt von Jack-Sparrow-Sprüngen und dem Lied zur Geschichte von Davy Jones prägten die Interpretation. Unter die Haut ging „Unchained Melody“ aus dem Film „Ghost“.

Alle mit Begeisterung dabei

Nach diesem ersten Teil der Stammkapelle ehrte der Vorstand langjährige Mitglieder.

Für die Marsch-Freunde folgte mit „Marsch der Medici“ ein zünftiges Stück, das als Dankesstück vom Komponisten Johann Wichers an seine Ärzte geschrieben wurde, erklärte Jeremias.

Ein Dankeschön hatte auch die langjährige Vorsitzende Daniela Brezing ihren Musikern mit dem Geschenk-Arrangement „Santiano“ beschert. Lieder wie „Frei wie der Wind“, „Es gibt nur Wasser“ und „Santiano“ führten die Musiker gekonnt zu einem Medley-Hit zusammen. „Leinen los und volle Kraft voraus“, musste Jeremias daher nicht lange sagen, denn alle waren gleich mit voller Begeisterung dabei.

80er-Jahre-Lieder erraten hieß es bei „Eighties Flashback“. Selbst Dirigent Carsten Bohnet hatte eine Chance, denn sein Vize Daniel von Hohenstein übernahm ein Stück lang den Dirigentenstab.

Das Vorstands-Duo, Matthias Finkbeiner (von links) und Silke Krknjak, ehrten Carolin Nickel, Amelie Stein und Marius Miller. Foto: Feinler

Nach der Rätselrunde freute sich vor allem Axel Schaller, denn seine gestiftete Polka „Ewig schad“ kam beim mitklatschenden Publikum gut an. „Alles Schöne hat auch mal ein Ende, so auch unser Konzert. Lasst euch daher von den Emotionen mitreißen“, leitete er zu „The Story“ über. Das Stück rundete die Konzert-Vielfalt fast schon ab. Doch wer schon einmal auf einem MVV-Weihnachtskonzert war, wusste: Da kommt noch was.

Zugabe zum Abschluss

Vorsitzender Matthias Finkbeiner hatte nicht nur viele Dankesworte und Rückblicke auf die vergangenen Monate übrig, gemeinsam mit Silke Krknjak verteilte er auch Geschenke an Dirigent Carsten und Vize Daniel. „Wer beim Heeresmusikkorps-Konzert die 65 Musiker in Nagold erlebt hat – das können wir heute toppen, wir haben mindestens 70 Musiker beim Finale auf der Bühne“, so der Vollmaringer. Beim finalen Lied kam die gesamte Jugendabteilung mit Dirigenten zur Stammkapelle dazu, und so wurde gemeinsam „Marys Boy Child“ gespielt. Das Publikum hörte nicht auf zu klatschen, und so rundeten die Musiker ihre Darbietung mit einer Zugabe ab.

Ehrungen

10 Jahre:
Amelie Stein, Sophia Gern (beide Oboe).

20 Jahre:
Carolin NIckel (Tenorsaxofon), Marius Miller (Tenorhorn).

Rolf Graf
war lange Zeit stellvertretender Vorsitzender im Musikverein und wirkte als Flügelhornist bei zahlreichen Veranstaltungen mit. Das Vollmaringer Frühlingsfest hat er sehr stark geprägt. Daher ernannte ihn der Musikverein in Abwesenheit zum Ehrenmitglied.