Die Sinfonieorchester der Musikschule Schramberg und der Jugendmusikschule (JMS) St. Georgen-Furtwangen begeisterten bei ihren gemeinsamen Konzerten in Vöhrenbach und Schramberg.
Sie hätten durchaus Gemeinsamkeiten, die Sinfonieorchester der Musikschule Schramberg und der Jugendmusikschule (JMS) St. Georgen-Furtwangen, stellte dessen musikalischer Leiter Elias Zuckschwerdt beim gemeinsamen Konzert in Vöhrenbach fest.
Lehrer an beiden Schulen
Etliche der Lehrer unterrichten in beiden Schulen, daher gab es schon immer Berührungspunkte. Und da bisher weder das eine noch das andere Orchester eine Veranstaltung im Frühjahr 2024 im Kalender stehen hatte, konzertierten sie kürzlich gemeinsam in der evangelischen Stadtkirche in Schramberg und kurz darauf in der Festhalle Vöhrenbach. Anwesend waren die Bürgermeister Heiko Wehrle (Vöhrenbach) sowie Rudolf Fluck (Mönchweiler) und Peter Dönneweg, Gründer der JMS St. Georgen-Furtwangen.
Auch Modernes im Angebot
Beide Orchester verbindet unter anderem die musikalische Ausrichtung: Vorrangig wird Klassik gespielt, dennoch stehen auch moderne Kompositionen im Portfolio der jungen Künstler.
Zunächst begann am Sonntag das Sinfonieorchester der Musikschule Schramberg unter Leitung von Meinrad Löffler mit dem ersten Satz der Sinfonie 94 von Joseph Haydn. Mit der Horn-Solistin Johanna Weisser folgte der Höhepunkt des Auftritts der Schramberger. Aus dem Hornkonzert Nr. 2 D-Dur spielte das Orchester drei Sätze. Vor allem die zahlreichen Solopassagen der jungen Hornistin begeisterten das Publikum. Weißer gewann mehrfach den Förderpreis der Firma Trumpf Laser und war Preisträgerin bei „Jugend musiziert“. Das Publikum würdigte die enorme Leistung mit langanhaltendem Applaus. Zum Abschluss folgte ein Medley der Filmmusik zu „Frozen“.
„Die Unvollendete“
Die JMS St. Georgen-Furtwangen begann beschwingt mit der Ouvertüre zur Operette „Die Fledermaus“ von Johann Strauss. Die anschließende Sinfonie h-moll D 759 trägt den Beinamen „Die Unvollendete“, da sie aus nur zwei Sätzen anstelle der üblichen vier besteht. Dennoch, so stellte Elias Zuckschwerdt fest, sei man sich in der Fachwelt mittlerweile einig, dass das Werk auch mit nur zwei Sätzen ein vollendetes Meisterwerk sei – was das junge Orchester daraufhin trefflich bewies. In modernere Zeiten entführten die jungen Musiker daraufhin mit „The Fellowship oft he Ring“ aus dem filmischen Meisterwerk „The Lord oft he Rings“ (Herr der Ringe).
Ebenfalls Filmmusik war das letzte der Werke aus dem Programm: „Drachenzähmen leicht gemacht“ (How to train your Dragon). Langanhaltender Applaus motivierte das junge Orchester zu einer Zugabe, die wiederum eher aus der klassischen Richtung kam – Furiant, der Slawische Tanz Nummer 8 von Antonín Dvořák.