„Violette“, die dreiköpfige Band um die gleichnamige, deutsch-französische Sängerin Violette Stockmayr, hat am Samstagabend in Vögeles Mühle im Niederbach das Publikum mit ihrem Konzert der Extraklasse regelrecht vom Hocker gerissen.
Das außergewöhnliche Trio präsentierte eine Mischung verschiedener Elemente aus Rock, Folk und Soul im akustischen Gewand und überzeugte auf ganzer Linie. Am Samstagabend überzeugte das Trio mit einem perfekten Zusammenspiel, als es virtuos die selbstgeschriebenen Songs von Violette Stockmayr zu Gehör brachte.
Gastgeber Klaus Vögele hatte im vorab um die 40 Gäste, die für ein „Full House“ der Mühle sorgten, begrüßt und willkommen geheißen. Kulinarisch wurden diese von den Vögeles mit Lachsrollen mit Meerrettichfrischkäse, Lauchcremesuppe mit Karottenbrötchen, Radieschen-Aufstrich und Feldsalat und Omas Schneckennudeln verwöhnt.
Sängerin kehrt ihr Innerstes nach außen
Fetzig hatten die drei Musiker ihr zweistündiges Konzert dann mit dem Song „Verbrannte Erde“ eröffnet. „Ich will dich so sehr, wenn ich nur nicht so schüchtern wär“, sang Violette ihre fulminante Stimme erhebend, bevor sie ihr Innerstes mit „Zu viel Gefühl“ nach außen kehrte. „Den schönen Song habe ich für jemanden geschrieben der mir sehr nahestand aber eine Beziehung keine Zukunft hatte“, umschrieb die 54-Jährige ihr folgendes Lied „Erinnerst du dich“, das den sie selbst mit der Gitarre begleitete.
„Ich gehe noch ein paar Jahrzehnte zurück“, kündigte Violette den Song „Schmetterling“ an, der von ihrer alten Liebe in jungen Jahren erzählte, die mit zahlreichen Verletzungen ihrer Gefühlswelt einhergegangen war. Bei „Zweifel“ setzte Keyboarder Summ besondere Akzente, auch Gitarrist Lucht gab wieder richtig Vollgas. „Weil ich dich liebe“ und „Bei dir komm ich an“ waren softig und voller Gefühl, „Endlose Schleifen“ fetzte. Auch „Nach dem Regen“ gab es riesigen Applaus, der die Pause einleiteten sollte.
Publikum erklatscht sich drei Zugaben
Aufgewühlt landete man später gemeinsam im „Falschen Film“ bevor es beim neuen Song hieß: „Es ist Zeit für mich zu gehen“. „Die Corona-Zeit hat uns auf eine harte Probe gestellt und mich dazu animiert den Song ,Ich mittendrin’ zu schreiben“, erzählte die charismatische Violette, die mit persönlichen „Erinnerungen“ wieder in ihre Kindheit abtauchte. Das Publikum war von der Intensität dieses Songs tatsächlich sehr ergriffen. Voller Inbrunst sang sich Violette, die sich schon seit 1989 der Musik widmet, dann mit „Ich bin auf dem Weg“ in die Herzen des begeisterten Publikums.
„Rote Schuhe“, „Herz auf Reisen“ und „Alles gebe ich auf“ gingen unter die Haut. Mit „Mach das Licht aus, wenn du gehst“ läuteten die drei tollen Musiker so kurz vor 22 Uhr das Ende des herrlichen Konzerts ein. Doch das begeisterte Publikum erklatschte sich noch die zwei Zugaben „Licht an für dich“ und „Du siehst mich einfach nicht“.
Klaus Vögele überreichte den drei überraschten Musikern nach dem nicht enden wollenden Applaus als Dankeschön noch ein Tütchen, das unter anderem mit Brot, Honig und Holunderblütensirup gefüllt war.
Das Trio
Seit einigen Jahren schreibt die sympathische, charmante und stimmgewaltige Sängerin und Gitarristin Violette ihre Songs auf Deutsch. Und dank ihrer zwei festen Bandmitglieder Jens Lucht (Gitarre) und Michael Summ (Gitarre und Keyboard) kann die Künstlerin ihre Ideen auch immer wieder perfekt umsetzen. Sie etablierte sich gut in der Szene und konnte sich einen guten Namen in der Musikbranche sichern.