In der festlich illuminierten Stadtkirche St. Clemens in Triberg beweist die Stadt- und Kurkapelle erneut ihr Können beim 48. Weihnachtskonzert. Foto: Kommert

Das Weihnachtskonzert begeisterte das große Publikum. Die Triberger St.-Clemens-Kirche erstrahlte in festlicher Atmosphäre und schenkte den Besuchern unvergessliche Momente.

Welch ein triumphaler Abschluss für die Stadt- und Kurkapelle Triberg (SKKT): Nach einem ohnehin sehr erfolgreichen Jahr setzten die Musikerinnen und Musiker um ihren charismatischen Dirigenten Hansjörg Hilser mit dem glanzvollen Weihnachtskonzert in der Stadtkirche St. Clemens noch einmal Maßstäbe.

 

„Die Erde hat Musik für die, die zuhören“ – unter diesem Leitmotiv brachten die Musiker die Stadtkirche zum Erbeben und erfanden sich einmal mehr neu. Selbst Stücke aus der Oberstufe brachten sie absolut hörenswert zu Gehör.

Zunächst bewiesen die Nachwuchsmusiker der enorm gewachsenen „Notenchaoten“ eindrücklich, wie sehr sie – ebenfalls unter Anleitung von Hansjörg Hilser – in den letzten Jahren gereift waren.

Dies war auch an der hohen Anzahl an Leistungsabzeichen erkennbar. Hilser selbst merkte am Ende an, wie die besondere Akustik der Kirche den Unterschied machte. Denn war die Jugendkapelle bereits am Vorabend in Nußbach hervorragend aufgelegt, machte die Kirche den Auftritt nahezu perfekt.

Und es waren keine einfachen Stücke, die vorgestellt wurden. Dazu bewies Cora Schierack, dass sie auch als Dirigentin eine überaus gute Figur macht. Den Höhepunkt setzten sie mit dem Weihnachtsspecial „Ein verrücktes durcheinander gebrachtes Weihnachtskonzert.“ Ein musikalisches Weihnachtspuzzle, bei dem sie ihren Dirigenten zum (gespielt) verzweifeln brachten: „Jetzt noch mal in schön“, ließ Hilser zwischendurch verlauten.

Höchst beeindruckt vom Nachwuchs

Bezirksvertreter Joachim Müller zeigte sich vom Nachwuchs höchst beeindruckt und „fast ein bisschen neidisch“. „Berge sind stille Meister und machen schweigsame Schüler“ – dieses Goethe-Zitat stellten die Mitglieder der SKKT dem ersten Titel „Awakening Hills“ zur Seite. Das Stück vermittelte die Ruhe der Berge, zeigte aber auch Energie und Leidenschaft. „Es kommt ein Schiff geladen“ – in diesem Jahr ganz neu interpretiert. Der musikalische Leiter selbst hatte das Stück auf eine nie gehörte Weise neu arrangiert, was herausfordernd sowohl für die Kapelle als auch für das Publikum war.

Das Oberstufenstück „Cabo Verde“, welches das Ensemble mit gut aufgelegten solistischen Einlagen eindrucksvoll interpretierte, sei auch für die SKKT Herausforderung gewesen, betonte am Ende der Vorsitzende Christian Birkle. Es folgte „Honigmond“ – allerdings war dabei das Gros der Kapelle nur zuhörend tätig, denn Hilser überraschte dazu mit einem kleinen Ensemble. Fast schon symphonisch mutete dann „Irish Tune from County Derry“ an – ebenfalls ein Stück der Kategorie vier.

Besondere Überraschung

Auf den Regenbogen katapultierten die Musiker Hunderte von Besuchern mit dem Titel „Over the Rainbow“ aus dem „Zauberer von Oz“ – und wenn man nur noch hört hieß es bei „A Ship in the Mist“, ein Schiff im Nebel. Stehender Applaus war der Lohn für Musiker und Dirigent.

Als Zugabe folgte „What a wonderful World“ von „Satchmo“ Louis Armstrong. Der Dirigent wurde diesmal von einer weiteren Zugabe selbst überrascht, denn es stand im Raum, dass er als Leiter aufhören wollte. So hatten die Musiker still und heimlich unter Leitung von Martin Mayer eines seiner Lieblingsstücke eingeübt. „My way“, mit einem wundervollen Flügelhornsolo von Bruno Kürner, das führte selbst bei Hilser zu feuchten Augen. Den Schlussakkord setzte ein extrem raumfüllendes „O du fröhliche“, das von den zahlreichen Konzertbesuchern ergriffen mitgesungen wurden.