Kapitän Thomas Wössner manövrierte das Ensemble zielsicher durch gefährliche Gewässer. Foto: Benner

Mit maritimen Klängen, starken Soli und besonderen Ehrungen begeisterte der Musikverein Harmonie in Tennenbronn sein Publikum.

Der Musikverein Harmonie hat seinen Gästen zum Frühlingskonzert den roten Teppich ausgerollt und durfte zahlreiche Gäste an Bord begrüßen. Darunter auch einige Ehrengäste wie Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr, Ortsvorsteher Manfred Moosmann und den Bezirksvertreter des Blasmusikverbandes Schwarzwald-Baar, Hans-Jörg Kammerer. Ewald Staiger führte durch das Rahmenprogramm.

 
Mit „Hey Jude“ und einer Zugabe aus „Pocahontas“ endete der erste Programmpunkt mit dem Jugendorchester. Foto: Benner

Wogender Applaus für die Jugend

Traditionell eröffnete das Jugendorchester unter der Leitung von Christina Soumadi das Konzert. Charmant moderiert von Leni Obergfell und Anna Broghammer präsentierten die Nachwuchsmusiker ein abwechslungsreiches Programm: ein Adele-Medley, gefolgt von Klängen aus „Vaiana“, die mit ruhigen Melodien die Weite des Meeres und mit kraftvollen Rhythmen das Abenteuer auf See einfingen. Mit „Hey Jude“ und einer Zugabe aus „Pocahontas“ endete der erste Programmpunkt mit dem Jugendorchester unter wogendem Applaus.

Die Geehrten Foto: Benner

Es folgte die Ehrung hochverdienter Vereinsmitglieder durch Hans-Jörg Kammerer. Für ihre langjährige Treue wurden Frank Borowski und Monika Kaltenbacher (je 50 Jahre), Karl-Friedrich Weißer (60 Jahre), Fritz Grieshaber (70 Jahre) sowie in Abwesenheit Daniela Laufer (40 Jahre) ausgezeichnet – zusammen ergibt das 270 Jahre Vereinszugehörigkeit. Zudem ehrte der Tennenbronner Verein Monika Kaltenbacher und Roland Staiger für 25 Jahre ehrenamtliche Vorstandsarbeit.

Kammerer betonte die besondere Bedeutung dieser Auszeichnungen in einer schnelllebigen Zeit: Sie stünden für Verlässlichkeit, Engagement und gelebte Gemeinschaft.

Thomas Wälde führte durchs Programm Foto: Benner

Nach diesem feierlichen Moment nahm das Hauptorchester den Kurs wieder auf. Programmdirektor Thomas Wälde führte humorvoll maritim durch das Programm, Kapitän Thomas Wössner manövrierte das Ensemble zielsicher durch gefährliche Gewässer. Die „Riverside Ouvertüre“ eröffnete schwungvoll, „Beyond the Horizon“ ließ musikalisch in die Ferne blicken.

Nach einer kurzen Pause setzte der Marsch „Venezia“ elegante Akzente, bevor mit „The Ghost Ship“ das zentrale Werk folgte. Die rund 15-minütige Darbietung verlangte höchste Konzentration und überzeugte mit dichter, fast filmischer Klangwirkung. Abenteuerlich wurde es mit „At World’s End“ aus „Fluch der Karibik“ – wofür Bärbel Kimmich zusätzlich ein Solo-Intro sang und die Piratenflagge geschwenkt wurde. Märchenhaft klang der Abend schließlich mit dem „Little Mermaid Medley“ aus. Nach dieser gelungenen Darbietung verlangte es das Publikum nach mehr. „Beyond the Sea“, begleitet von schwebenden Seifenblasen, setzte einen stimmungsvollen Schlusspunkt unter ein Konzert, das musikalisch wie atmosphärisch überzeugte und die Stärke der Gemeinschaft eindrucksvoll verdeutlichte.