Die Band Band The Soulmachine tritt in der Szene 64 auf und begeistert das Publikum. Foto: Baumgartner

Nach mehr als zehn Jahren eilt der Band „The Soulmachine“ von ihrem Band-Zuhause in Donaueschingen der Ruf als mitreißende Party-Zauberin voraus – bis nach Schramberg in die Szene 64.

Zwischen den Jahren rissen die zehn Musiker die Gäste im ausverkauften Haus an der Geißhalde mit, in einen schwindelerregenden Strudel von Soul, Funk, Pop und Rhythm’n’Blues. Und das nicht nur mit gekonntem Handwerk und Talent im Geschäftsbereich Noten, sondern auch mit einer Mischung aus kontaminierendem Spaß an der Sache und extrovertiertem Charme, aber auch ebensolcher Bodenhaftung und Sympathie.

 

„Wir rocken und funken euch!“, so Sänger Peter Arnegger und die Band schien von Beginn des Abends an darauf zu brennen, dieses Versprechen einzulösen. Gemeinsam mit Frontfrau und Rockröhre vom Bodensee Nicole Scholz zeigte das Duo mit „Sledgehammer“ (Frank Farian) und „Dancing in the Streets“ (Mick Jagger und David Bowie) zunächst wohin die Reise gehen sollte.

Tanz zum Bühnenrand

Bei Titeln wie beispielsweise „Conga“ (Gloria Estefan), “Let me entertain you“ (Robie Williams), „No Roots“ (Alice Merton), „I feel good“ (Fatcat), „Let’s get loud“ (Jennifer Lopez) oder „Tanz Baby“ (Jazzkantine) und „Soulman“ (Blues Brothers) konnte kein Besucher still stehen bleiben und so mancher tanzte sich in Richtung Bühnenrand, um noch näher am Quell der guten Laune zu sein. Das quittierte Arnegger mit „Vorhin war’s noch richtig kalt hier vorne, doch jetzt seid ihr ja hier.“

Den anderen Musikern wurd’s vom Rückraum her warm, denn die glühenden Felle von Schlagzeuger Achim Scheerer und Percussionist Önder Tekik waren schnell auf Betriebstemperatur. Und was wäre eine Party ohne Bläsersatz inklusive getanzter Showeinlage? Matthias Werner sprengte fast seine Posaune, Jakob Kark schmetterte die Trompete und Pirmin Weisser holte alles aus seinem Saxofon.

Die rund 20 Titel auf der Programmliste, dabei auch „Staying alive“ (Bee Gees), „Chain of Fools“ (Commitments), „No diggety“ (Cut Capers), oder „Addicted to Love“ (Tina Turner), zeigten einmal mehr den gemeinsamen Puls der“ Soulmachine“-Musiker, auch wenn jedes Register mit Soli mehrfach im Alleingang strahlte. Gitarrist Fabian Huger und Bassist Jürgen Hall gaben sich einige gezupfte Diskussionen und Max Marlier konnte nicht nur das Tastenfeld beim Keybord aufs Bemerkenswerte bedienen, sondern auch singen, was er mit „Klar“ (Jan Delay) aufzeigte. Dass die Band sich bis zum Auftritt in Schramberg neu erfinden musste, hatte keinen Einfluss auf die bis dahin entstandene Einheit. Der Zufall habe es nämlich so gewollt, dass fünf Bandmitglieder vor knapp zwei Jahren mehr Zeit ins jeweilige Privatleben stecken wollten und „The Soulmachine“ in aller Freundschaft verließen, verriet Arnegger bedauernd.

Neue Bandmitglieder

Zunächst neu ins Gefüge „Soulmachine“ eingeschmolzen, waren Sängerin Nicole Scholz, Saxofonist Pirmin Weisser und Bläser Jakob Karg sowie zuletzt Schlagzeuger Achim Scheerer und Gitarrist Fabian Huger – in Schramberg das erste Mal auf der Bühne mit „Soulmaschine“ zu sehen.

Es klang und sah aus, als wenn’s immer schon immer so gehört hätte und die Profimusiker verstanden den Einsatz ihrer Fähigkeiten ausgezeichnet, moderne Stücke und Partyklassiker mit Einflüssen von Soul und Funk bis hin zu Rock schon fast organisch zu verbinden, ohne dabei beliebig zu wirken. Sie drückten ihren eigenen Stempel auf und boten beste Unterhaltung.