Beim Schwarzwald Musikfestival hat die Formation SahneMixx bei Homag in Schopfloch das Idol Udo Jürgens auferstehen lassen. Das Haus war ausverkauft.
Über zwei Stunden hinweg kamen die Gäste kaum zum Luftholen. Derart prasselten die weniger populären Kompositionen wie die goldenen Ohrwürmer des legendären Entertainers und Liedermachers Udo Jürgens auf die Zuhörer und -schauer ein.
Die neunköpfige Band hatte alles mit Leichtigkeit im Griff, ließ es weder an musikalischer Potenz noch an Showeffekten fehlen, und diese Souveränität traf den Geschmack des Publikums voll und ganz. Darüber hinaus wartete die Coverband mit einem besonderen Hingucker auf, und zwar mit Sängerin Linda Mikulec, dem einzigen weiblichen Mitglied. Das Vorbild der Truppe, Udo Jürgens, hätte seine Freude am Auftritt zu seinen Ehren gehabt, genießt „SahneMixx“ doch den Vorzug, vormals von ihm anerkannt und autorisiert worden zu sein.
Bevor sich in der Versandhalle des Unternehmens das Klang- und Lichtgewitter entlud, wurden die Besucher, unter ihnen Bundestagsabgeordneter Klaus Mack und die Familie des Mit-Firmengründers Gerhard Schuler, auf den Abend eingestimmt. In Begrüßung und Grußworten vom Geschäftsleitungsmitglied Marco Huber, von der Betriebsratsvorsitzenden Carmen Hettich-Günther und dem künstlerischen Leiter des Festivals, Mark Mast, kam die Freude der Veranstalter über den wiederum außerordentlichen Zuspruch zum musikalischen Ereignis zum Ausdruck. Dank an alle, die darum besorgt waren, dass der Auftritt ein großer Erfolg werden sollte, stand obenan. Er richtete sich beispielsweise an das Organisationsteam und den Sportverein Schopfloch, der auch das Catering besorgte.
Homag seit 20 Jahren dabei
Zugleich gab es an diesem Abend ein Jubiläum zu begehen: Seit 20 Jahren bringt sich nun die Firma Homag in die Logistik des Schwarzwald Musikfestivals ein.
„Packen wir’s an und legen wir los!“, appellierte Moderator und Pianist Hubby Scherhag an Musiker und Publikum. Und mit dem Aufruf an die „lieben Schopflocher“: „Flippen Sie völlig aus!“ setzte er gleich noch eins drauf. Mitklatschen, mitsingen und tanzen waren durchaus erwünscht.
Nach anfänglicher Zurückhaltung fanden sich die Gäste in ihre Rolle ein und trugen damit ihren Teil zum Gelingen der Veranstaltung bei. Besonders stark gaben sie sich beim Lalala-Skandieren, und allmählich setzte auch, unter Ermunterung von Hubby Scherhag, eine gewisse Textsicherheit ein – naturgemäß bei den allseits bekannten Ohrwürmern. Das souveräne Covern durch die Band ist die eine Seite der Medaille, die andere zeigt sich in einer bestimmten Freiheit im Arrangement der Lieder.
Da wird nicht nur möglichst deckungsgleich etwas heruntergespielt, sondern zwischendurch mit charmanten und verschmitzten Anmerkungen garniert. Über zwei Dutzend Songs, die nicht nur Udo Jürgens‘ Sinn für die leichte Muße („Siebzehn Jahr, blondes Haar“), sondern auch seine Ernsthaftigkeit im Umgang mit Gesellschaftskritik (beredtes Beispiel dafür „Ein ehrenwertes Haus“) belegten, wahrten die Reminiszenz an einen großen Künstler.
Eindrückliche Soli
Das gelingt mit einem Tross an absoluten Könnern, wie sie in „SahneMixx“ vereinigt sind. Dafür standen auch die eindrücklichen Soli der Instrumentalisten. Hubby Scherhak am weißen Flügel und zu guter Letzt im typischen weißen Morgenmantel hat den Jürgens-Sound unverkennbar drauf, ob es sich nun um den Schmusesong „Merci Chérie“ handelt oder er forsch appelliert: „Auf geht’s! Party!“
Nach einer fulminanten Schlussrunde bot sich Marco Huber, Carmen Hettich-Günther und Mark Mast Gelegenheit, den Protagonisten ihren Dank in Form eines außergewöhnlichen Geschenks aus dem Hause Homag auszudrücken. Vergessen wurde vom Moderator auch Timo Müller nicht: Er hatte für den richtigen Konzertton gesorgt.