Einen „klangvollen Abend“ mit den Orchestern kündigte Vorsitzende Susanne Schmider den zahlreichen Besuchern in der großen Stadtkirche von Schiltach an.
Einen „klangvollen Abend“ mit den Orchestern kündigte Vorsitzende Susanne Schmider den zahlreichen Besuchern in der großen Stadtkirche von Schiltach an.
Ihre Ankündigung setzte die Jugendkapelle Schiltach/Schenkenzell unter der Leitung von Yannick Herzog umgehend in mächtigen Klanggemälden aus dem Altarraum um.
Noch etwas verhalten schweifte der Blick in der „Yorkshire Ballad“ von James Barnes über die weite, bergige Landschaft von Yorkshire mit ihren Feldern und Wiesen im Norden von England.
Ruhig begann noch das nächste Stück, aber schon bald riefen Trommelwirbel und markante Signale von Trompeten und Posaunen zur „Battle of Varlar“ auf. Bei dieser Schlacht, um 1454 nahe der Stadt Coesfeld im Münsterland, verloren etwa 2000 Kämpfer ihr Leben. Sehr dramatisch, mit einigen ruhigen Passagen beschrieb die Jugendkapelle das Schlachtgetümmel aus dem Mittelalter.
Etwas ruhiger, aber dennoch martialisch war das Finale aus der neunten Sinfonie von Antonin Dvorak „Aus der neuen Welt“. Diese klangvollen Stücke waren für ein Wertungsspiel der Kapelle eingespielt.
Ursprünge der Kreativität
Für eine Beruhigung der Stimmung sorgte die Stadt- und Feuerwehrkapelle mit Ralf Vosseler besonders mit ihren ersten beiden bedächtigen Stücken. „Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre“ von Ludwig van Beethoven und „Imagasy“. Mit der neuen Wortverbindung von Vorstellung und Fantasie will Autor Thiemo Kraas zeigen, dass sie beide der Ursprung von Kreativität seien.
Die Musik nahm mehrere Anläufe zu neuen Klängen bis zu einem überraschenden Abschluss. Die widerspüchliche Geschichte von Abraham und seinem Sohn Isaak stellte das Orchester mit der Komposition von Ferrer Ferran sehr eindringlich zu den nüchternen Worten von Frieder Götz dar.
Das von Rache gelenkte Verhalten des Gladiators Maximus lässt das Orchester in der Komposition von Hans Zimmer aufleben. Mit dem von Alfred Reed arrangierten einfachen Volkslied „Greensleeves“ endete das Konzert unter großem Beifall. Dafür gab es eine Zugabe mit „Mountainwind“ von Martin Scharnagl mit einem lockeren und gefälligen Abschluss des Konzerts.