Mit einem zum Motto des Abends „Sounds of the isle“ passenden „Good evening“ wurden die Gäste zum Jahreskonzert des Musikvereins „Eintracht“ Rötenberg in der Rötenberger Halle begrüßt.
Den Auftakt machte das Vororchester Aichhalden-Rötenberg unter Annika Fuchs mit Michael Sweeneys „Celtic Air and Dance“, bei dem die Zuhörer die keltische Atmosphäre spüren durften, gefolgt von Kees Vlaks „Five Continents“, das dazu einlud, die verschiedensten Klänge der fünf Kontinente – ganz ohne Reisestress – zu genießen.
Danach wurde der Taktstock der Jugendkapelle Hardt-Rötenberg-Waldmössingen unter der Leitung von Fabio Beilharz übergeben: Die Jungmusiker verstanden es, mit einem immer lauter werdenden „nächtlichen Bolero“ zu unterhalten, bevor es mit Dizzy Stratfords „Easy Pop Suite“ weiterging. In die dschungelhafte Welt der Affen entführte das Ensemble mit „Selections from Tarzan“ – wieder von Michael Sweeney; auch „Don’t stop believin‘“ hatten die Musiker als Zugabe im Repertoire.
Liebe und Trauer
Der gastgebende Musikverein „Eintracht“ Rötenberg unter Laura Rall wartete mit „Greenleeves“, arrangiert von Alfred Reed, auf und nahm sein Auditorium mit auf eine Reise quer durch England, Irland, Schottland und Wales. Bei diesem vermutlich von Heinrich VIII geschriebenen „Greenleeves“ wurde sowohl Liebe als auch Trauer sowie der Kampf um eine verlorene Liebe thematisiert. Mit „Dublin Dances“ von Jan Van der Roost erlebten die Gäste die Leidenschaftlichkeit und Gastfreundschaft der Iren hautnah.
Mit Ben Appermonts „The Green Hill“ skizzierte Solist Tim Armbruster Land und Leute von Wales, bevor nach einem geschichtlichen Input Mathias Wehrs „Throne oft he North“ die Insel Großbritannien musikalisch beschrieben wurde. Auch die kämpferisch-freiheitsliebenden Schotten des 13. Jahrhunderts sollten auf ihre Kosten kommen: Mit Michal Woreks „Braveheart“ sorgten die Rötenberger Musiker für Gänsehautfeeling bei ihrer Hommage an den gleichnamigen Film mit Mel Gibson. Die offiziell letzten Stücke – arrangiert von Ong Jiin Joo – widmeten sich mit „Adele 21“ wieder der Gegenwart von Großbritannien; die Protagonisten lieferten dennoch wieder geschichtliche Hintergründe zu den drei bekanntesten Stücken von „Adele“. Melancholie wurde beim Weihnachtslied „Ferrytail of New York“ spürbar, das die Musiker als Zugabe parat hatten.
Lobesworte gab es vom Vorstand Tim Armbruster und von Matthias Jauch für die Geehrten Christoph Maier, Simon Mutschler, Simon Tscherter und Bernd Rehfuß – letzterer erhielt von Bürgermeister Michael Lehrer die Landesehrennadel für langjährige Treue zum Musikverein Rötenberg.