Die AWA-Villa der Musik in Nagold ist kürzlich 20 Jahre alt geworden. Das musste natürlich gefeiert werden: im Nagolder Kubus stieg die große Geburtstags-Show.
Aus einer Einzimmer-Wohnung zu über 200 Schülern am Höhepunkt: Vor 20 Jahren öffnete die „AWA-Villa der Musik“ in Nagold erstmals ihre Türen. Bei der Geburtstags-Show im Nagolder Kubus blickten Alexander und Anja Virág nostalgisch auf die zwei Jahrzehnte ihrer Musikschule zurück.
Trotz Muttertag, der Nagolder Gartenmesse und dem Festival der Kulturen, war der Kubus für das Konzert voll besetzt.
In einer Einzimmer-Wohnung fing alles an
„Wir möchten euch in diesem Konzert auf eine sehr persönliche Reise mitnehmen“, eröffnete Anja Virág den Konzertnachmittag. Im Jahr 2006 habe die Schule in einer kleinen Einzimmer-Wohnung im Nagolder Kernen angefangen, erinnert sich Anja Virág.
Dort, und in den Räumen im Musikgeschäft eines guten Freundes, habe zunächst lediglich Gitarrenunterricht stattgefunden. Rund ein Jahr später zog die Schule in eine weiße Villa in der Nagolder Emminger Straße, wo sie das erste Mal ihren heutigen Namen „AWA-Villa der Musik“ erhielt.
„AWA“ steht übrigens für die Initialen des Ehepaars: „Das W sind eigentlich zwei V´s die sich umarmen“, erklärt Anja Virág. In der Villa kam auch ihr erster Lehrer Ivica („Ivo“) Bucic dazu – der bis heute der Schule treu geblieben ist.
Im Herzen von Nagold mit über 200 Schülern
Über die Jahre wuchs die Schule immer weiter, immer mehr Musiklehrer kamen hinzu. Und auch die Schülerzahlen stiegen: Auf ihrem Höhepunkt hatte die „AWA“ über 200 Schüler – und wurde damit zur größten privaten Musikschule in Nagold.
Im Jahr 2014 zog die Musikschule in ihre heutigen Räume im „Burgcenter“ in der Nagolder Innenstadt. „Wir haben gemeinsam alle Höhen und Tiefen erlebt“, sagt Anja Virág stolz. „Die Geschichte der Villa der Musik ist eigentlich die Geschichte unseres Lebens!“
Der Standort Nagold sei dabei kein Zufall: Die Stadt habe außerordentlich viel Potenzial und steckte voller Visionen und Offenheit, lobt die „AWA“-Mitbegründerin.
Von Michael Jackson bis hin zu Queen
Nach Dankesworten von IHK-Geschäftsführer und CDU-Landtagsabgeordneten Carl Christian Hirsch und Musikstücken der Klavier- und Gitarrenklassen ging es dann los mit dem Haupt-Act des Nachmittags.
Zehn Sängerinnen und ein Sänger mischten in Begleitung einer Band die mehr als Hundert Konzertgäste auf, dirigiert von ihrem Gesangslehrer Alexander. Egal ob mit einzelnen Solo-Stücken oder zusammen in der Gruppe: Mit ihrem stimmungsvollen und energiegeladenen Auftritt konnten die Sänger das Publikum für sich gewinnen.
Spätestens bei Klassikern wie „Smooth Criminal“ von Michael Jackson und „We Will Rock You“ von Queen brachten die Gäste den Konzertsaal durch ihr Mitklatschen zum beben. Sanft ging es aber auch: Bei Queens „Bohemian Rhapsody“ erstrahlte der Saal in einem Meer aus Handy-Taschenlampen.
„Ein ganz besonderes Konzert“
Mit einer christlichen Lobpreis-Band klang das Geburtstags-Konzert dann so langsam aus. Für Alexander Virág hätte der Abend noch ewig gehen können: „Ich könnte jetzt locker noch ein Konzert spielen“, sagte er mit einem Lachen.
Der ganze Vorbereitungs-Stress hat sich für die „AWA“-Crew am Ende dann wohl gelohnt. „Das war ein ganz besonderes Konzert“, freut sich Alexander Virág nach der Show.