Dirigent Aurelian Kindilide und sein Orchester in der Kirche in Meißenheim Foto: Lehmann

Aurelian Kindilide hat beim Kirchenkonzert erstmals vor Publikum den Takt für das Ensemble des Musikvereins Meißenheim vorgegeben

Längere Zeit hat der Musikverein Meißenheim nach einem neuen Dirigenten gesucht und letztlich mit Aurelian Kindilide eine Nachfolge für den langjährigen Dirigenten Thomas Huber gefunden. Nach einer gemeinsamen Schnupperprobe haben beide Seiten beschlossen, den Weg gemeinsam zu gehen und Kindilide wurde zum neuen musikalischen Leiter.

 

„Ein neuer Dirigent bedeutet auch, dass wir uns neu finden müssen”, betonte Vorstandsmitglied Nicolas Roth. So gebe es neben dem neuen Dirigenten auch weitere Veränderungen beim Musikverein Meißenheim. Derzeit wird das Sommerprogramm geprobt, neu im Jahresprogramm ist der „Fierowehock“ und ein Oktoberfest, mit dem der Verein nun neue Formate ausprobieren möchte und schauen möchte, wie der Anklang darauf ist.

Dochzunächst blickt der Musikverein auf ein gut besuchtes Kirchenkonzert in der Meißenheimer Kirche zurück. In diesem Jahr wurde bewusst auf eine Moderation beim Kirchenkonzert verzichtet, sodass der musikalische Genuss im Fokus stand.

Akustik in Kirche verleiht Konzert besondere Stimmung

Zum Auftakt begeisterten die Musiker mit dem Gute-Laune-Klassiker und einer Hymne auf die Liebe: „Omens of Love”. Im Stück zum Eingang, wie auch im weiteren Verlauf des Konzertabends begeisterten Solisten mit ihren Melodien und Klängen. So war mit „Someone like you” erneut ein gefühlvolles Stück auf dem Programm.

Einmal mehr war es auch die besondere Akustik in der Kirche, die dem Konzert eine besondere Stimmung verlieh und die Stücke von gefühlvoll, bis jazzig oder Swing zum Träumen eine besondere Note verliehen. Zu den bekanntesten Jazz-Standards gehörte das Stück „Fly My To The Moon”, das rhythmisch durch die charmante Melodie bestach und zum Träumen und Mitwippen einlud. Einprägsam und emotional war hingegen die Darbietung von „Oblivion” mit Melodien zwischen Melancholie und einfacher stiller Schönheit. Finales Stück des Programms war Gilbert O’Sullivans „Matrimony”, einem Stück, das von Leichtigkeit und dem Stil der 1970er-Jahre lebte. Doch der fordernde Applaus animierte die Musiker, nochmals für eine Zugabe zu den Instrumenten zu greifen.

Abschließend dankte Nicolas Roth dem neuen Dirigenten für die Konzertvorbereitung, zum Dank gab es Blumen für Kindilide – auch für seine Frau, die jetzt zu den Proben auf ihren Mann verzichten müsse.

Termine

Ein volles Programm erwartet den Musikverein: am 14. Mai wird ab 11 Uhr zum Hock an der Schollenhütte eingeladen. Der „Fierowehock“ wird am 19. Juni erstmals auf dem Schulhof in Meißenheim ausgerichtet. Neu im Programm ist auch das „Missner Oktoberfest” am 2. Oktober in der Festhalle in Meißenheim. Dazwischen sind Auftritte bei verschiedenen Veranstaltungen auf der Agenda, darunter aber auch das Maiwecken am 1. Mai und das Winterkonzert am 12. Dezember.