Jüngst besuchten gute Bekannte das Dorfstübli in Maulburg: Es kam die Formation des „MännerXang – Selbsext“, ein Sextett aus gestandenen Sängern und Musikern.
Jeden ersten Montag im Monat präsentiert sich im Dorfstübli Maulburg eine kulturelle Veranstaltung mit Begegnung, Austausch, Neuem, Inspiration und Kommunikation - und mit niveauvoller musikalischer Darbietung, wovon viele bisherigen Konzerte in bester Erinnerung der Besucher blieben. Veranstalter ist jeweils das Kultur-Café des Geschichts- und Kulturvereins Maulburg, das sich steigender Beliebtheit erfreut.
Konzert vor vollem Haus
Am Montag besuchten gute Bekannte das Dorfstübli: Es kam die Formation des „MännerXang – Selbsext“, ein Sextett aus gestandenen Sängern und Musikern, die mehrheitlich aus Schopfheim-Eichen stammen. Es war nicht der erste Auftritt des Sextetts, bereits im Juni 2024 präsentierte die Gruppe ein Konzert – parallel zum gemütlichen Kaffeetisch mit Kuchen und Getränken. Der Kuchen wird vom GuK-Team stets handgemacht, allerdings würde man sich dort über weitere Kuchenspenden sehr freuen. Annemarie Weber von der Arbeitsgruppe Kunst und Kultur begrüßte die Gäste und freute sich, dass die „Stube restlos voll“ sei. Mit rund 80 Gästen war das Dorfstübli nahezu bis zum letzten Platz gefüllt. Der Moderator des Sextetts, Wolfgang Bühler, führte humorvoll, schlagfertig und eloquent durch das Programm, das in drei Sets geteilt war. Die Musiker Bernhard Greiner (Gesang), Volker Jost (Gesang, Gitarre), Erich „Öhrli“ Lacher (Gesang), Wolfgang Bühler (Gesang), Martin Sänger (Chorleitung und Multi-Instrumentalist) sowie Heinz Grether am Kontrabass unterhielten die Gäste bestens mit ihrem abwechslungsreichen Programm und ernteten jubelnden Beifall. Der erste Teil des rund zweistündigen Konzerts war Liedern mit alemannischer Mundart gewidmet, Teil zwei enthielt angelsächsische Stücke, Teil drei bestand aus Titeln aus Rock, Pop und Schlager.
Die Eröffnung des Konzertes erfolgte mit dem „Maienlied“-Stück „Zit isch do“ . Weiter ging es mit dem „Waie-Lied“ von Frank Dietsche, bei welchem einem der Gedanke an eine deftige „Zwiebele-Waie“ das Wasser im Munde zusammenlaufen ließ. Wolfgang Bühler begleitete die musikalischen Darbietungen auch mit Geschichten und Geschichte rund um die Region. So war zu erfahren, dass die Maulburger früher als „Schnöre-Burger“ bezeichnet wurden. Gedichte von Werner Richter und Hebel-Gedenkplakettenträger Paul Nunnenmacher oder vom „Breiti-Lieseli“ aus Kandern-Feuerbach umrahmten das Programm des Sextetts. Im zweiten Teil wurden Klassiker der Pop-Geschichte wie „Sound of Silence“ oder „Barbara Ann“ präsentiert, mit Hits aus Schlager und Pop endete das Konzert.
Bandname ist bewusst rätselhaft gehalten
„Frontman“ Wolfgang Bühler lüftete auch das Geheimnis um den sperrigen Bandnamen der „wohl ältesten Boy-Group des Wiesentals“. Er sagte: „Der Name verursachte mir mehrere schlaflose Nächte.“
Augenzwinkernd erklärte er den merkwürdigen Namen der Formation. Dieser sei hauptsächlich darin begründet, dass über den rätselhaften Namen der Formation nachgedacht werden soll – dann sei der Zweck des Bandnamens schon erreicht.