Der Gesangverein Tumringen begeisterte die Besucher im Gemeindehaus mit einem abwechslungsreichen Programm. Vom Beatles-Song bis zum Gospel reichte das Spektrum, das die Sänger gemeinsam mit Solisten darboten. Foto: Holger Schlicht

Viele Besucher kamen, um dem gemischten Chor samt Begleitband zu lauschen.

Alle Plätze waren besetzt, und der Vorsitzende Heiner Rexrodt begrüßte die zahlreichen Gäste. Mit ein wenig Boogie stimmte der Chor die Gäste auf einen abwechslungsreichen Abend mit vielen bekannten Rock– und Popsongs ein.

 

Begleitet wurden die Sänger von Josua Gayer am Piano, Gerd Baumgartner am Schlagzeug (er war auch verantwortlich für einen reibungslosen technischen Ablauf) sowie Frank Engler am Bass. Dirigiert wurde der Chor von Ibolya Barla, die auch die musikalische Gesamtleitung dieses musikalischen Abends zu verantworten hatte.

Mit dem Achtziger-Jahre-Hit „Eye of the Tiger“ der Band Survivor, bekannt aus dem Film „Rocky III“, knüpfte der Chor gleich mit viel Tempo an das Auftaktstück an und beeindruckte die Zuhörer mit einer kraftvollen Chorversion des Rocksongs. Etwas ruhiger und poppiger ging es weiter mit der Powerballade „Set Fire to the Rain“ von Adele, bevor das musikalische Tempo noch etwas mehr gedrosselt wurde und der Chor mit viel Gefühl den Klassiker „Hey Jude“ von den Beatles intonierte.

Solisten brillieren stimmlich und musikalisch

Dann hatte der Chor Pause und Claudia Pfeifer sang ihr erstes Solo – „Hero“ von Mariah Carey. Dabei beeindruckte sie die Zuhörer mit ihrem enormen Stimmumfang. Mit „Baby one more time“, von Max Martin für die Sängerin Britney Spears geschrieben, zog das musikalische Tempo wieder an. Vor allem Gerd Baumgartner am Schlagzeug sorgte mit seiner soliden Rhythmusarbeit für viel Groove und Tempo. Die erste Tonaufnahme des Spirituals „Wade in the Water“ stammt aus dem Jahr 1925 und wurde danach von vielen Musikern in unterschiedlichen Versionen vertont – an diesem Abend sang es der Gesangverein nach dem Arrangement von Mark Heyes als Gospelversion.

Als nächster Höhepunkt folgte ein Medley mit Stücken der Beach Boys, arrangiert von Ed Lojeski und wunderbar schwungvoll gesungen von den Sängerinnen und Sängern des Gesangvereins. Ganz ohne Gesang spielte danach Christian Rozgonyi ein Solo an der Geige, das die Zuhörer sehr begeisterte und lautstarken Applaus nach sich zog.

Musikalische Gegensätze treffen aufeinander

Mit „You are the reason“ von Calum Scott sang der Chor danach eine sehr ruhige und gefühlvolle Version des Liedes, die die Zuhörer sichtlich berührte. Im fast schon krassen Gegensatz dazu legte der Chor dann mit „Rock me Amadeus“ von Falco wieder an Tempo zu und mit dem Einsatz eines Megafons sang beziehungsweise rappte ein Sänger des Chors die Sprachtexte Falcos zwischen dem Refrain – eine lustige Idee, die sich sehr gut in die Chorversion des Liedes einfügte. Mit Gitarrenbegleitung sang Claudia Pfeifer danach das Lied „What´s up“ von Linda Perry, was bei einigen Besuchern Gänsehaut verursachte, bevor mit „C´mon everybody“ von Eddie Cochran der Rock´n´Roll die Bühne enterte. Der letzte Song des Abends war das großartige „Proud Mary“ von John Fogerty, ein temporeicher Abschluss eines abwechslungsreichen musikalischen Abends. Dementsprechend laut und begeistert war der Applaus der Besucher, mit stehenden Ovationen wurde der beeindruckende Auftritt des Chors, der Begleitband und natürlich der Dirigentin Ibolya Barla gefeiert. Das Ensemble wurde denn auch erst nach zwei Zugaben von der Bühne gelassen.