Im Jahr der Jubiläen feiern die Gemeinde Lauterbach ihr 750-jähriges Jubiläum und der Musikverein Eintracht sein Bestehen seit 125 Jahren.
Vor dem Jahresabschluss feierte der Musikverein Eintracht diese besonderen Ereignisse mit einem grandiosen Konzert in der großen Pfarrkirche St. Michael.
Schon die Auswahl der Stücke, die im umfangreichen Programmheft angekündigt wurde, ließ ein besonderes Musikerlebnis erwarten. Sowohl klassische als auch moderne Werke standen auf dem Programm von Dirigent Thomas Rauber.
Die hohen Erwartungen wurden mit den sinfonischen Darbietungen schon in den ersten beiden Werken erfüllt. Aus Weihnachtsstücken bestand „O Come Holy Night!“ von Stephen Melillo von 1993. Mit einem solistischen Teil spielte das Hornregister das beliebte Lied „Stille Nacht“ in ungewöhnlichen Harmonien.
Mit festlicher Pracht
Im zweiten Stück wurde aus der Oper „Lohengrin“ von Richard Wagner der feierliche Brautzug mit Elsas Prozession zum Münster intensiv und mit festlicher Pracht dargestellt.
Dagegen verlief das Leben des Heiligen St. Michael sehr ruhig und spirituell, was das Orchester in meditativen Melodien erleben ließ. Im Kontrast dazu spielte das Leben in der Stadt unruhig und lebhaft. Lux Aurumque von Eric Whitacre symbolisierte ein sanftes und warmes Licht, über dem das Orchester eine goldene Decke ausbreitete.
Mit der Suite „Palladio“ wollte der Komponist Karl Jenkins die Architektur mit ihrer Symmetrie, Harmonie und geometrischer Strenge musikalisch nachbilden. Dabei war auch ein ruhiges Solo mit der Tuba zu hören. Die Filmmusik zum Da Vinci Code wurde von Hans Zimmer aus Frankfurt komponiert und begann leise und zurückhaltend, steigerte sich allmählich zu einem hymnischen Finale, das die Musiker gerne in neue Höhen führten.
Ähnliches galt für die „Mosaichoralmente“ von Thiemo Kraas, in mehreren kurzen Motiven angespielt und zu einem großen farbenreichen Klangbild zusammengeführt zu einem Mosaik. Die Themen und Klangfarben wurden vom Orchester zu einem festlichen Abschluss gebracht, auch hier mit viel Spaß an der Musik.
Da war das „I Will Follow Him“ ein willkommener, einfach lockerer Abschluss eines anspruchsvollen Konzerts. Macht hoch die Tür passte ins hohen Kirchenschiff und war eine würdige Abrundung für ein tolles Jahre der Jubiläen in Lauterbach.