Die Prime Time Big-Band trat im Haus des Gastes in Königsfeld auf und ließ keine Wünsche offen. Sie unterstützte mit dem Matinee-Konzert den Verein Proludium, der sich für die Arbeit der Jugendmusikschule einsetzt.
Man darf die Band schon als alte Bekannte einstufen, denn der Auftritt war nicht der erste.
Erfreut war Bürgermeister Fritz Link über den guten Besuch und begrüßte die über 20 Musiker mit ihrem Dirigenten Jochen Freiberg, die Sängerin Jackie Wolf und die Gäste. Er erinnerte an die Gründung von „Proludium“ und bat um Füllung der „Schweinchen in Rot“.
Die Band stieg spontan mit ihrem Erkennungstitel ein und ließ großvolumigen Sound hören, der von Sax-, Posaunen- und Trompetensection erklang, ergänzt durch Piano, E-Gitarre, E-Bass, dem 18-jährigen Newcomer an den Congas und dem Spieler am Drumset.
Die Musiker bieten eine reichhaltige Palette
Eine reichhaltige Palette von Shuffle, rockigen Elementen, sanftem Swing, Funk, feurigem Samba und feinfühligen Soul wurde geboten – Musik, die in die Beine ging und das Mark vibrieren ließ.
Vokale Akzente setzte „Jackie“ (Jacqueline Wolf), die ihre Stimmbänder bis zum Äußersten reizte, mit Pep ihren Part übernahm und letztlich auch mit ihrer Körpersprache und ihrem Outfit punktete, um den Sommer anzulocken.
Ihr Temperament ging mit Scatgesang und anderen gesanglichen Finessen bei „Big Spender“, „A natural woman“, „Boogie Down“ und dem fetzigen „A wonderfull day like today“ auf.
Auch im zweiten Teil beherrschte sie die Szene mit Songs wie „Almost like being in love“, dem illusionären „Paper moon“ oder der obercoolen „Mr. Zoot Suite“, abgerundet durch das eingängige „Respect“, bei dem Thomas Solt überzeugend sein Tenorsaxophon einsetzte.
Mit Sopranino-Blockflöte bezaubert
Sax-Kollegin Monika Solt wartete mit einem besonderen Leckerbissen auf: sie bezauberte mit einer Sopranino-Blockflöte beim spritzigen „Coconut Champagne“.
Drummer Szemy Hatvani, Gitarrist Klaus Bruder und Martin Weber (E-Bass) funkten gehörig bei „The Chicken“, dem das gefühlvolle „Spain“ von Chick Corea folgte und virtuos-jazzig Andreas Storz seine Trompete bediente.
Im Prinzip waren alle Musiker Solisten, die ihre Künste erstklassig präsentierten, wie Erika Bartl-Paluch, die mit schlanker Tongebung ihr Saxofon zum Schwingen brachte.
Nicht zu vergessen: Bandleader Jochen Freiberg, der mit den Stücken lebte, Dynamik heraus kitzelte, Schwung in das Ensemble hinein trug, charmant Moderationsbrücken baute und um „Schein-Werfer“ warb.