Die beiden Jugendkapellen „Noten-Chaoten“ bewiesen unter der Leitung von Sebastian Schorr ihr Können. Foto: Pfister

Jahreskonzert Knapp 200 Besucher erlebten beim Musikverein „Eintracht“ Jungingen tolle Auftritte. ​

An die 200 Besucher hörten eine gute Mischung aus unterhaltsamen und konzertanten Hits, dargeboten vom Musikverein Jungingen unter Dirigent Hilger Huntgeburth. Erstmals waren die beiden Jugendkapellen „Noten-Chaoten“ unter der Leitung von Sebastian Schorr zu hören.​

 

Der Vorsitzenden Karin Förnbacher war es vorbehalten, die vielen Gäste zu begrüßen, ehe sie eine Besonderheit bekanntgab: Fünf Musikvereine aus Hechingen, Boll, Stetten, Schlatt und Jungingen haben sich zusammengeschlossen und im Frühjahr gleich zwei neue Jugendkapellen gegründet. Geleitet werden beide Jugendkapellen von Sebastian Schorr, der Musik in Basel und Stuttgart studierte und seit 2004 Solohornist der Württembergischen Philharmonie Reutlingen ist.

Dass die musikalische Begeisterung bei den Jugendlichen bereits ankam, war schnell spürbar. Die Jugendkapelle 1 eröffnete mit den Stücken „The Circus Band“ und „Flying Trapeze“ aus Circus Bamboni von John Blanken, die Jugendkapelle 2 ließ mit „Narcotic“ und „Timber“ aufhorchen. Ohne Zugaben ließ das Publikum den Nachwuchs freilich nicht von der Bühne.

Eintritt zum Konzert: 950 Cent

Nach einer kleinen Umbauphase nutzte Bürgermeister Oliver Simmendinger die Gelegenheit, allen zu danken, die so erfolgreich das Jubiläumsjahr mitgestaltet hatten. Kleine Randnotiz: Der Eintritt betrug 950 Cent.

Den beeindruckenden Auftakt beim Auftritt der Junginger „Eintracht“ bildete der „Huldigungsmarsch“ nach einem Arrangement von Josef Bach, noch angekündigt von Simmendinger selbst. Danach führte Andrea Seeger durch das Programm. In „Song for You“, einem fast persönlichen Gruß an die Gäste, stand Solist Eugen Hoffmann mit seiner Posaune im Mittelpunkt. Die Posaune, so Andrea Seeger, sei ein Instrument mit Charakter.

Hoffnungsvolle und dramatische Passage

Nach der Pause präsentierte der Musikverein die Suite aus dem Filmklassiker „Forrest Gump“. Die Musik von Alan Silvestri ist das Herz dieses Films. Die Suite enthielt melancholische Themen, hoffnungsvolle Melodien und dramatische Passagen.

Flötistin Melanie Schuler verlieh mit ihrer Piccoloflöte der berühmten Feder-Melodie Leichtigkeit und Glanz. „Selection from Moana“ mit einem Saxophonsolo von Bertram Kohler spielt in Polynesien und erzählt von Vaiana, der Tochter des Häuptlings der Insel Motunui.

Mit „Shallow“, einem Song der weltweit die Charts stürmte und „Santiano“, einem Lied voller Freiheit, Weite und Abenteuerlust, neigte sich der Konzertabend dem Ende zu.