Mit einem facettenreichen Konzert begeisterte das Akkordeonorchester Haslach sein Publikum in der voll besetzten Stadthalle.
Das Instrument des Jahres, das Akkordeon, stand am Samstag in der voll besetzten Stadthalle im Mittelpunkt. Das Akkordeonorchester zeigte die Vielseitigkeit des Instruments eindrucksvoll in seinem Jahreskonzert. Von Polka bis Sinfonie, vom Ensemble bis zu großen Orchesterklängen war viel geboten.
Die musikalische Reise begann mit „Akkordeon pur“, einem Ensemble unter Leitung Herbert Kellers. Kornelia Rauber, Timo Neumaier, Karl Armbruster und Peter Treier überzeugten am Akkordeon, Hubert Neumaier gab an der Cajon die rhythmische Struktur vor. Während „Intermezzo in blue“ als flotter Foxtrott dargeboten wurde, versprühte „Ole Guapa“ eher einen lateinamerikanischen Charme. „Take five“, ein Jazzklassiker und als Zugabe eine Polka, zeigten eine große Bandbreite des Akkordeons.
Den Auftakt macht „Childs Anthem“
Was für ein Auftakt des Hauptorchesters: „Childs Anthem“ verwob kraftvolle Rockelemente und eingängige Melodien. Die Musiker zeigten aufs Neue, was aus dem Instrument herauszuholen ist. Die tanzenden Lichter im Saal unterstützten das gewaltige Werk genauso wie die E-Gitarre von Carla Sievers. Moderator Tobias Rauber kündigte das folgende „Romance del diablo“ treffend als Stück voller Emotionen an. Jaqueline Schmalz hatte dabei an der Klarinette ihren großen Auftritt, den sie glänzend mit dem Orchester meisterte. Das bewegende „Only time“ versprühte Hoffnung und Trost.
Nach der Pause betrat der Chor „New Voices“ aus Ortenberg die Bühne. Chor und Orchester haben den gleichen Dirigenten: Viktor Kraus. Dieser begleitete die etwa 30 Sänger am Keyboard. „Can you feel the love tonight“ von Elton John gefiel wie „Imagine“ von John Lennon und die italienische Volksweise „Bella Ciao“. Ein Höhepunkt des Konzerts war die gemeinsame Darbietung von „Halleluja“ von Leonard Cohen, die mit Chor und Sängern unter die Haut ging. Die Interpretation wurde vom Dirigenten selbst arrangiert. Das sich wiederholende „Halleluja“ sprach dabei auf eine tiefgründige Bedeutung an, voller Emotionen in Freude wie in Schmerz. „Hit the road Jack“ war noch einmal energiegeladen, auch ein feiner Humor war herauszuhören.
Anschließend zeigte das Orchester sein musikalisches Können: Bei „Best of Roy Orbison“ ging es von „Pretty Woman“ bis „All you need is love“. Maximilian Eisenmann glänzte mit seiner kräftigen, aber doch gefühlvollen Stimme bei „Fields of gold“. Das eindrucksvolle „Sinfonia per un addio“ wurde ursprünglich für „Rondo Veneziano“ geschrieben und beinhaltete eine sehr eingängige Melodie. Der Schlussakkord des Dirigenten war dabei sehenswert. Mit „Eloise“ verabschiedeten sich die Spieler, es wurde danach noch eine Zugabe gefordert, die mit „Thank you for the music“ gerne gewährt wurde.
Jugend-Quintett
Auch das Jugend-Quintett des Vereins zeigte, dass es auf einem guten Weg ist, selbst einmal im großen Orchester spielen zu können. Alexandra Lasarenko, Noah Bühler, Mattea Neumaier, Chiara Sorychta und Mathis Vollmer waren voll konzentriert und landeten mit „Hey, hey Wickie“ einen Volltreffer. „Banana dance“ und „Take me home“ begeisterten das Publikum, die bei Letzterem die Jugendlichen singend und klatschend begleiteten. Die Leitung der Jugendlichen lag an diesem Abend bei Kornelia Rauber.