Das Mandolinenorchester Hardt tritt beim Konzert gemeinsam mit zwei Chören auf. Foto: Privat

Ein gelungenes Frühjahrskonzert mit Saitenklang und Chorgesang vom Feinsten präsentierte in der Arthur-Bantle-Halle Hardt das Mandolinenorchester Hardt.

Nahezu alle Stuhlreihen waren besetzt in der frühlingshaft geschmückten Festhalle. Zum großen Erfolg trug auch der Solo-Oboist Karl -Friedrich Wentzel bei. Das Konzert wurde umrahmt von zwei instrumentalen Blöcken des Mandolinenorchester Hardt (MOH), in deren Mitte die Vokalmusik angesiedelt war. Das Programm enthielt Arrangements aus Barock und Neuzeit und klassische Popsongs und Evergreens von bekannten Künstlern und Bands der Gegenwart.

 

Unter der bewährten Stabführung des musikalischen Leiters Frank Scheuerle eröffnete das stattliche Zupforchester den Reigen der musikalischen Darbietungen mit dem barocken Concerto in d von Alessandro Marcello, das mit seinen drei Sätzen als Archetyp der Oboenkonzerte gilt. Diplom-Musiklehrer Frank Scheuerle wird vom ganzen Orchester aufgrund seiner gelungenen Programmauswahl und der souveränen Leitung sehr geschätzt. Mit ruhigen Läufen erklang das Andante des Concerto in d. Der virtuose Oboenklang ließ aufhorchen. Melancholie voller Klangschönheit kennzeichnete das feierliche Adagio. Im Presto setzte ein atemloser Wettlauf der Solostimme mit den Stimmen des Mandolinenregisters ein. Bekannte englische Volkslieder wie „Greensleeves“ lagen der folgenden „Englischen Suite“ zugrunde. Melodien in Dur und Moll spiegelten die teils humorvolle teils traurige Stimmung der Menschen wider. Zahlreiche Varianten, teils in akrobatischer Schnelligkeit, krönten das beliebte Volkslied. Den Opernkomponisten spürten die Zuhörer beim Konzert G-Dur von Johann Adolf Hasse heraus. In flottem Tempo legten der Oboensolist und das Orchester beim Allegro los. Das Largo erklang sehr getragen und feierlich im melancholischen Moll. Virtuos erhob sich über den zarten Akkorden des MOH das Oboensolo. Im Allegro gab der Solist wieder ein straffes Tempo vor.

Der Männergesangverein „Harmonie“ Seedorf präsentierte Klassiker des Popgesangs. Foto: Privat

Nach kurzer Umbaupause übernahm der Männerchor des MGV Harmonie Seedorf unter der bewährten Leitung von Franz Hutter das Programm. Mit Klassikern des Popgesangs trafen sie beim Publikum ins Schwarze. Der vielseitige Dirigent leitete den Chor mit flotten Takten vom Klavier aus. Die Frage des Chors ging durch alle Stimmen: „Wie hast du mich gefunden, einer von 80 Millionen?“

Frauen singen Evergreens

Gespannt waren die Zuhörer nach den Liedvorträgen der Männer auf die Beiträge der Frauen, die nach der Pause auf die Bühne traten. Auch sie sangen Evergreens und Oldies unter der Leitung von Franz Hutter. An ihrer exakten Aussprache und Melodieführung erkannte man die gute Vorarbeit des langjährigen Leiters. Mit „Seite an Seite“, bekannt durch Christina Stürmer, sangen sie sich sofort in die Herzen der Zuhörer. Durch die Band Sportfreunde Stiller war auch der Song „Ein Kompliment“ ein Evergreen, bei dem fast der ganze Saal hätte mitsingen können. Bei „Applaus, Applaus“ forderten die Sängerinnen das Publikum mit bunten Schildern zum Beifall auf.

Der Frauenchor „Happy Voices“ brilliert beim Konzert mit seinem Gesang von Evergreens und Oldies. Foto: Privat

Das Mandolinenorchester versetzte in seinem zweiten Block die Zuhörer mit „My Home Land“ , einer Bearbeitung der Titelmelodie der japanischen Dokusendung „Homeland Journey“ von Hiro Fujikake nach Fernost.

Obwohl die Bühne fast zu klein war, stellten sich beim krönenden gemeinsamen Teil erst der Männerchor und beim allerletzten Titel auch noch der Frauenchor hinter dem Orchester auf, um das Lied „Morning has broken“ als Loblied auf die Schöpfung ins Finale zu stellen. Zwischen Sängern und Zupfmusikern herrschte eine schöne Balance. Zum letzten Programmbeitrag „Thank you für the music“ von ABBA stellten sich auch noch die Frauen dazu, so dass Vokal- und Instrumentalmusiker im Verbund ein wunderschönes Klangerlebnis schufen, das unter die Haut ging.