In Oberschwandorf zeigten zwei Musikvereine, wie gut sie klanglich harmonieren können. Ein Stück über den Zeppelin „Hindenburg“ sorgte dabei für Gänsehautmomente.
Es war ein musikalisches Gemeinschaftsprojekt, das sich mehr als gelohnt hat. Der Musikverein „Die Musketiere“ Oberschwandorf und der Musikverein Simmersfeld haben mit ihrem gemeinsamen Konzert in der Turn- und Festhalle Oberschwandorf eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wie klangvoll Zusammenarbeit sein kann.
Nach intensiven Probenphasen formte sich aus den beiden Kapellen ein homogener und leistungsstarker Klangkörper, der das Publikum über den gesamten Abend hinweg begeisterte.
Auch wenn die Halle nicht vollständig ausverkauft war, tat dies der Atmosphäre keinen Abbruch. Rund 50 Musikerinnen und Musiker präsentierten ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Programm, das sowohl klassische Blasmusikfreunde als auch Liebhaber moderner Arrangements ansprach. Der Gesamtklang überzeugte durch Ausgewogenheit, Dynamik und spürbare Spielfreude.
Die Vereine haben musikalisch gut zusammengefunden
Unter der musikalischen Leitung von Stephanie Nowak und Branko Herbstreit, die sich am Dirigentenpult abwechselten, eröffnete das Orchester den Abend mit dem kraftvollen Werk „A Festival Prelude“. Bereits hier wurde deutlich, wie gut die beiden Vereine musikalisch zusammengefunden hatten. Es folgten bekannte und mitreißende Stücke wie „Grease“ und „The Power of Love“, die das Publikum sofort in ihren Bann zogen.
Ein besonderer Höhepunkt war das Stück „Hindenburg“, das die tragische Geschichte des berühmten Zeppelins eindrucksvoll musikalisch erzählte. Die emotionale Intensität wurde durch eine begleitende Film- und Lichtshow zusätzlich verstärkt, was für eine bewegende Atmosphäre sorgte. Das Publikum zeigte sich sichtlich beeindruckt von dieser gelungenen Verbindung aus Musik und visuellen Effekten.
Verdiente Mitglieder wurden geehrt
Nach der Pause stand zunächst die Ehrung verdienter Mitglieder im Mittelpunkt. Für 15 Jahre aktive Mitgliedschaft wurde Katja Kussmaul mit der silbernen Vereinsnadel ausgezeichnet. Eine besondere Würdigung erfuhr Silvia Delgado Vargas, die für ihre 35-jährige aktive Tätigkeit im Verein mit einem Geschenkkorb geehrt wurde – ein Zeichen großer Anerkennung für ihr langjähriges Engagement.
Im zweiten Teil des Konzerts bewiesen die Musikerinnen und Musiker ihre Vielseitigkeit und Offenheit für moderne Klänge. Mit Titeln wie „Tage wie diese“ und dem abwechslungsreichen Medley „80er Kult(tour)“ schlugen sie erfolgreich eine Brücke zur populären Musik und sorgten für ausgelassene Stimmung im Saal. Das Publikum ging begeistert mit und honorierte die Darbietungen mit langanhaltendem Applaus.
Erst nach zwei Zugaben ist das Konzert zu Ende
Mit dem gefühlvollen Abschlussstück „Eine letzte Runde“ fand das Konzert einen stimmungsvollen Ausklang. Doch damit war der Abend musikalisch noch nicht beendet: Erst nach der zweiten Zugabe durften die Musikerinnen und Musiker die Bühne verlassen – ein deutlicher Beleg für die große Begeisterung der Zuhörer.
Neben der musikalischen Qualität war vor allem der Gemeinschaftsgedanke spürbar: Die Freude am gemeinsamen Musizieren war allen Beteiligten anzusehen, und über die Vereinsgrenzen hinweg entstanden neue Freundschaften. Fazit der Vereinen. Ein Projekt, das nicht nur klanglich, sondern auch menschlich ein voller Erfolg war.
Wer diesen besonderen Konzertabend verpasst hat, erhält am 11. April um 19.30 Uhr in der Albblickhalle Simmersfeld eine weitere Gelegenheit, das Gemeinschaftskonzert live zu erleben. Beide Vereine laden zu diesem besonderen Konzert ein.